Baesweiler - Arbeitstag des Dorfpolizisten beginnt am Zebrastreifen

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Arbeitstag des Dorfpolizisten beginnt am Zebrastreifen

Von: Stefan Schaum
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Erster Einsatzort: der Zebrastreifen. Dort hilft Frank Leitner morgens Lovericher Grundschülern beim Queren der Straße. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Der neue Arbeitstag von Frank Leitner beginnt am Zebrastreifen. Morgens um 7.40 Uhr, wenn die ersten Kinder die Straße vor der Lovericher Grundschule überqueren. Dann steht er da, mit Uniform und Mütze, und schaut zu, dass die Autofahrer gut auf die Kleinen achten und nicht zu sehr aufs Gaspedal drücken.

Er hat das so gewollt, der Oberkommissar. Denn die Schulwegsicherung gehört zu den Aufgaben eines Bezirksbeamten der Polizei. Und so einer ist Frank Leitner sei Monatsbeginn. Sein Revier ist Setterich, Loverich-Floverich und Puffendorf. Er ist der neue „Dorfpolizist“, auch wenn das offiziell natürlich nicht so heißt. „Aber das trifft es im Grunde schon ganz gut“, sagt er.

Geht es um die Sicherheit auf den Straßen, dann will er das Gesicht dazu sein. Der Schutzmann, der Freund und Helfer. Einer, den man ansprechen kann, wenn es Probleme gibt. „Das war schon immer meine Vorstellung, das mal zu machen“, sagt der gebürtige Merksteiner, der heutzutage in Übach-Palenberg lebt und damit dicht dran ist an seinem Einsatzort. „Als Bezirksbeamter ist man nämlich besonders dicht dran am Bürger. Genau das will ich.“

Er kennt das auch anders. 17 Jahre war er im Wach- und Wechseldienst in Alsdorf, davor noch mal acht Jahre in Neuss. „Dort ist man meistens mit dem Streifenwagen zu einem Einsatzort gefahren und dann wieder zurück ins Büro.“ Hin und zurück –, aber nie lang genug an einem Ort, um ein offenes Ohr zu haben.

„Richtig jung“

„Dabei tut den Leuten das gut, mal einen Ansprechpartner zu finden.“ Der Streifenwagen ist jetzt ohnehin kein so großes Thema mehr, denn in der Baesweiler Anlaufstelle der Polizei gibt es nur einen. Den muss Frank Leitner sich mit seinen beiden Kollegen teilen. Aber er möchte ja ohnehin häufig zu Fuß unterwegs sein, um richtig reinzukommen in den neuen Bezirk. „Zwei Jahre wird das wohl dauern, bis die Leute mich da richtig kennen.“

Zeit hat er ja, denn er ist erst 50 Jahre alt. „Richtig jung für einen Bezirksbeamten“, sagt Michael Koch, Dienststellenleiter des Bezirks- und Schwerpunktdienstes Nord. Die meisten Kollegen sind deutlich älter, wenn sie in diesem Bereich anfangen, der in der Regel zugleich der letzte der Karriere ist. Weil es nämlich Erfahrung braucht, um diesen Job ordentlich zu machen.

Eine gute Menschenkenntnis, viel Geduld, Fingerspitzengefühl. „Ich bin ein ruhiger Typ“, sagt Frank Leitner, das sollte also passen. Er weiß, dass man nicht gleich „die große Kelle rausholen muss, wenn einer mal was Dummes anstellt. Viele Dinge kann man auch anders regeln“. Präventivarbeit will er deshalb leisten, wenn er seine Pappenheimer mal kennengelernt hat. „Mit den Leuten reden, bevor sie vielleicht auf die schiefe Bahn geraten.“

Im Thema Bezirksdienst kennt er sich schon ganz gut aus, weil seine Frau Petra seit gut vier Jahren Bezirksbeamtin in Herzogenrath-Straß und Teilen von Kohlscheid ist. Er freut sich darauf, die Arbeit seines Vorgängers Alfred Duwe fortzusetzen.

Bei den Grundschülern ist er schon bekannt. „Der sieht voll nett aus“, sagt ein Kind, als es an dem neuen Mann am Zebrastreifen vorübergeht. Da lacht der Beamte. So muss es sein. „Ich bin ja jetzt auch der, der das Bild von Polizei bei Kindern prägt.“ Daran will er arbeiten. Zeit genug hat er ja ...

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