Appell: Alles tun, um die Beggendorfer Grundschule zu erhalten

Von: mas
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Baesweiler. Die Stadt Baesweiler tut das, was sie – bezogen auf ihre Grundschulen - in der Vergangenheit effizient getan hat. Sie beugt vor. Um den Erhalt der kleinen Dorfschulen zu sichern. In den vergangenen Wochen verdichteten sich bei Eltern der Beggendorfer Grundschüler Befürchtungen, die Schule müsse in den nächsten Jahren möglicherweise geschlossen werden.

Das veranlasste die Stadt, „den Druck aus dem Kessel zu nehmen“ und die Eltern an einen Tisch zu holen. Bei einer Informationsveranstaltung in der Mehrzweckhalle legten Bürgermeister Willi Linkens, Schulamtsleiter Wolfgang Ohler und Schulleiterin Gisela Klein Fakten und aktuelle Zahlen vor. „Ich bin seit 28 Jahren im Amt und darf Ihnen versichern, dass es immer unser Anliegen war und auch weiterhin ist, die Grundschulen zu erhalten. Wir haben überhaupt keine Absicht, eine Schule zu schließen, äußerte sich Linkens vor etwa 90 Besuchern. Zur Sicherung der Beggendorfer Grundschule wurde diese vor Jahren bereits als Dependance der Baesweiler Grundschule Grengracht eingerichtet und wird von Gisela Klein geleitet.

Die Gesetzgebung des Landes schreibt vor, dass mindestens 46 Schüler pro Schuljahr geführt werden müssen. Diese Zahl ist derzeit erreicht. Mit Beginn des kommenden Schuljahres wird Beggendorf 53 Schüler zählen. Im Schuljahr 14/15 werden es noch 51 Schüler sein. Willi Linkens: Das heißt auch, kurzfristig können wir ihnen mögliche Sorgen nehmen“. Kritisch könnte es im Schuljahr 15/16 werden. Die Prognosen deuten auf 38 Schüler hin. „Diese Zahl müssen und wollen wir deutlich überschreiten“, appellierte der Bürgermeister förmlich an die Eltern und lud sie zu einem Werbefeldzug ein. Da hinein passte auch Linkens‘ dringende Bitte, „gefährden Sie diese Zahlen nicht, in dem Sie ihre Kinder an anderen Schulen anmelden“.

Selbst wenn die Beggendorfer Schule im Eventualfall aufgrund der Landesgesetzgebung bei unterschrittener Schülerzahl geschlossen werden sollte, hat die Stadt „gute Möglichkeiten“, die Kinder im Rahmen des Wahlrechts an anderen Schulen unterzubringen. Doch das ist, so durften die Verantwortlichen verstanden werden, allenfalls „Plan C“. Die Hoffnung, Beggendorf als Schulstandort weiter zu sichern „können wir nur haben, wenn jetzt keiner abspringt“, richtete sich Linkens an die Eltern. Einhergehend mit der Bitte, „machen Sie Werbung für die Grundschule Beggendorf. So verwies er unter anderem darauf, dass es auch möglich sei, Kinder aus anderen Stadtgebieten in Beggendorf beschulen zu lassen.

Ein vorrangiger Wunsch aus der Elternschaft zielte beispielsweise darauf ab, eine Nachmittagsbetreuung künftig anzubieten. Dazu werden in naher Zukunft Zahlen gesammelt. Beggendorfs Kindergartenleiterin Jutta Kujat bemerkte in diesem Zusammenhang, „wo ein Angebot ist kommen auch die Nachfragen“. Sehr erfrischend war der viel belachte Kommentar von Gisela Klein. Sie forderte mit einem Augenzwinkern von den Eltern, doch direkt nach Hause zu gehen und sich mit der erweiterten Familienplanung zu befassen.

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