An der Zukunft Herzogenraths bauen

Von: tv
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Das Konzert spielte der Instrumentalverein Herbach 1895: „Den Ton” gab aber Bürgermeister Christoph von den Driesch mit seiner Rede an. Foto: Thomas Vogel

Herzogenrath. Der Bürgermeister rief, und alle, alle kamen. Na gut, vielleicht waren es nicht alle Bürger Herzogenraths, aber mit 650 Gästen war der Neujahrsempfang der Stadt, zu dem Christoph von den Driesch eingeladen hatte, sehr gut besucht. Mehr hätten in die Aula des Schulzentrums kaum hineingepasst.

Das Neujahrskonzert im Rahmen der Veranstaltung bestritt der Instrumentalverein Herbach 1895 unter Leitung und Moderation von Willi Beckers. Paukenschläge gab es aber nicht nur musikalisch bei den liebevoll interpretierten Stücken.

Von den Driesch erinnerte an einige kommunalpolitische herausragende Vorgänge des letzten Jahres. Vor allem sein Kommentar zum Auseinanderbrechen der Schwarz-Grünen Koalition im Stadtrat wurde gespannt erwartet. „Ein absolutes Novum für die Stadt” sei es, als CDU-Bürgermeister einer Mehrheit im Rat gegenüber zu stehen, die sich ausschließlich aus anderen Parteien zusammensetzt.

Bei allen unterschiedlichen Auffassungen in politischen Detailfragen, sei es aber wichtig zu betonen, dass sich alle Parteien in den entscheidenden Momenten geschlossen und flexibel zeigten. Viel Applaus erntete er für seine Überzeugung, in maßgeblichen Entscheidungen wisse jeder Stadtverordnete, dass Parteipolitik hinter dem Wohl der Bürger zurückzustehen habe.

Der Bürgermeister sprach zudem von der Unsicherheit in Verwaltung und Bevölkerung, wie sich die politische Zukunft der Stadt mit den neuen Machtverhältnissen ändere. „Lassen Sie uns an der Zukunft unserer Stadt gemeinsam weiter bauen und Grabenkämpfe zwischen Bürgermeister und Ratsmehrheit oder auch unter den Fraktionen vermeiden”, sagte er - von Applaus getragen. Den Eindruck, nun ohne Mehrheit im Rücken auf verlorenem Posten zu stehen, ließ er gar nicht erst aufkommen.
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