Herzogenrath - An der Thiergartenstraße wird es künftig rundgehen

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An der Thiergartenstraße wird es künftig rundgehen

Von: Beatrix Oprée
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Hier soll ein Kreisel hin: Bereits Ende dieses Jahres könnten die Bagger anrollen. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Endlich entschärft wird die Einmündung Geilenkirchener- und Thiergartenstraße: Ein Kreisel, Durchmesser 28 Meter, soll den Verkehrfluss gewährleisten und die Situation gleichzeitig für Fußgänger, Busfahrgäste und Radfahrer sicherer machen.

Volker Wirtz aus dem Fachbereich Bau- und Betrieb stellte die für den Landesbetrieb Straßen NRW ausgearbeiteten Pläne jetzt dem Bau- und Verkehrsausschuss vor. Das Besondere ist die Bushaltestelle auf einem Sonderfahrstreifen gemäß Leverkusener Modell kurz vor dem Kreisel in Fahrtrichtung Merkstein: Die bisherige Busbucht wird dazu aufgehoben, der restliche Verkehr wird stattdessen um den auf der Sonderspur stoppenden ÖPNV herumgeleitet, um sich kurz vor dem Rund wieder einzufädeln.

„Dieses Modell hat sich bewährt”, erläuterte der Planer auch nochmal auf die Nachfrage von Thorsten Schlebusch (CDU). Das hätten sogar wissenschaftliche Studien bestätigt. Die 6,50 Meter breite Fahrbahn im Kreisel soll ausreichend Raum auch für Sattelschlepper bieten, denen eine überfahrbare aufgepflasterte Sichel überdies die Einfahrt in die Thiergartenstraße erleichtern wird.

Ein gemeinsamer Rad- und Gehweg führt auf der anderen Seite um die Bushaltestelle herum, in Gegenrichtung gibt es einen Radweg. Aus der Thiergartenstraße heraus soll ein Schutzstreifen die Radfahrer leiten.

Über alle vier Einmündungen führen Querungshilfen von 2,50 Meter Breite, gleichermaßen ausgebaut für Radfahrer, Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer sowie Sehbehinderte. Taktile Zeichen durch Noppen und Rillenplatten im Boden, mit dem Langstock zu erfühlen, sollen auch blinden Menschen den Weg weisen. Auf die Skepsis des Behindertenforums-Vertreters erläuterte Markus Schlösser, Fachbereichsleiter Bau und Betrieb: „Wir bauen einen Kreisverkehr, wo jetzt eine Kreuzung ist. An der Wegeführung ändert sich nicht viel, sie wird sogar sicherer. Eine Ampel hingegen würde einen Kreisel ad absurdum führen.” Alles dies sei auch mit der Interessenvertretung kommuniziert worden.

Grünen-Ratsherr Dr. Bernd Fasel freute sich, dass nun ein Punkt auf der grünen Kreisverkehrwunschliste abgehakt werden könne. Über den Baubeginn gebe es noch keine definitiven Aussagen, wahrscheinlich Ende 2010/Anfang 2011. Laut Straßen NRW werde die Bauzeit rund sechs bis sieben Monate in Anspruch nehmen.

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