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Am Herd heimst Eleonora Pappagallo die Preise ein

Von: Holger Bubel
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Ist erst spät zu ihrem Hobby
Ist erst spät zu ihrem Hobby gekommen: „Das Kochen ist als Teil meines Vaters in mein Bewusstsein übergegangen”, sagt die 25-jährige Eleonora Pappagallo aus Herzogenrath. Foto: Holger Bubel

Herzogenrath. Ihr Name zergeht auf der Zunge wie ihre selbstgemachte Parmigiana: Eleanora Pappagallo. Die Italienerin mit Wohnsitz in Herzogenrath ist der aufgehende Stern am Himmel der Kochsendungen, in denen Kandidaten - Hobby-Köche zumeist - gegeneinander antreten.

Bei der „Küchenschlacht” hatte sie sich einfach mal mit ihrer Rezeptidee beworben, wurde angenommen und errang gleich den zweiten Platz. Juror und Sterne-Koch Mario Kotaska befand im Finale ihre Früchte beim Dessert zu grob geschnitten. Der einzige Makel eines daher nur fast perfekten Gerichts. „Ich war total enttäuscht”, erinnert sich Eleanora Pappagallo. Der Moderator der Sendung, Johann Lafer, empfand mit ihr und lud sie zum Trost ein in sein Restaurant „Stromburg”.

„Der Johann Lafer ist richtig nett. Er hat mich mit einem unglaublich köstlichen Fünf-Gänge-Menü getröstet”, schwärmt sie von dem Star in der Koch-Szene.

Weitere Fernsehauftritte folgten der Küchenschlacht: Beim „Perfekten Dinner” ging die Abiturientin und gelernte Bürokauffrau als Siegerin hervor, ebenso in der Jubiläumsausgabe von „Unter Volldampf”, in der sie Hans Meiser in seine Kochgrenzen verwies. Bei den „Topfgeldjägern” hat sie mit einer Freundin teilgenommen, und jüngst ist sie bei „Wer is(s)t besser?” mit Moderator Thorsten Schorn angetreten. Und zwar höchst erfolgreich. Zusammen mit Freundin Maike kochte sie derart schmackhafte Putenröllchen und Polenta, dass es nur so eine Gaumenfreude und der Sieg am Herd geradezu unvermeidbar war.

Konzept für eine eigene Show

Zum Kochen ist Eleanora Pappagallo erst vor ein paar Jahren gekommen, als ihr Vater starb. Ihre Augen glänzen nicht mehr so fröhlich, wenn sie davon erzählt. „Meine Eltern hatten seit 25 Jahren ein italienisches Restaurant. Aber die Küche dort hat mich nie interessiert. Dass sich das komplett geändert hat, hängt mit dem Tod meines Vaters zusammen. Das Kochen ist als Teil von ihm in mein Bewusstsein übergegangen.”

Heute führt Mutter Marianna das Restaurant weiter, mit einem Koch. Nur wenn der ausfällt, springt Eleanora ein, etwa als Urlaubsvertretung. Aber die Küche wird ausschließlich dort benutzt. „In der Küche zu Hause haben wir nicht mal Spaghetti im Vorrat”, sagt Eleanora Pappagallo.

Ihre Spezialität sind - natürlich - italienische Gerichte. „Von Hausmannskost bis Feinschmecker”, verrät sie. Dabei kocht sie die Gerichte nicht aus einem Rezeptbuch nach, sondern macht das „nach Gefühl und mit Selber-Denken”. Und auch wenn sie die nicht so sehr beherrscht („Mein Sauerbraten-Versuch war eine einzige Katastrophe”): „Die deutsche Küche ist richtig lecker.”

Ihr Lieblingsgericht: „Schnitzel”, gibt Eleanora - sich ein wenig windend - zu. Und das, obgleich ihr Lieblingskoch („natürlich neben Johann Lafer”) Jamie Oliver kein ausgewiesener Schnitzelexperte ist.

Ihrem Job im Technischen Innendienst und als Ausbilderin in einem Herzogenrather Unternehmen will sie übrigens weiter treu bleiben. Auch wenn ihr größter Wunsch eine eigene Kochsendung wäre: „Da habe ich schon ein Konzept fast fertig in der Schublade liegen.”

Kochen ist also vorerst nur ein ambitioniertes Hobby, und im Restaurant an der Dammstraße übt sie nicht nur ihre Gerichte, dort verwöhnt sie ihre Freunde auch schon mal mit einem 5-Gänge-Menü.

Was dabei natürlich nicht fehlen darf: ihre selbstgemachte Parmigiana. . .
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