Würselen - Am Dorfplatz wird Wildparkern nun Einhalt geboten

Am Dorfplatz wird Wildparkern nun Einhalt geboten

Von: mabie
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Unter Anleitung: Friedbert Carduck (l.) lernt von Fachmann Heinz Gerd Groten von der KDW, wie die Rosen richtig eingesetzt werden. Foto: Markus Bienwald
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Viele Hände, schnelles Ende: Bei der Hecken-Pflanzaktion waren rund 20 Freiwillige aus Linden-Neusen aktiv. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Bei größeren Veranstaltungen am Dorfplatz bot sich in Linden-Neusen immer das gleiche Bild. „Es wird immer wieder relativ unstrukturiert geparkt“, weiß Guido Wirtz von der Initiative „Unser Dorf hat Zukunft“ nur zu gut. Dabei umschreibt er das im Doppeldorf bislang übliche Verfahren des Wildparkens mit allzu netten Worten.

Denn immer wieder grenzte das Parken in der Vergangenheit an dieser Stelle ans reinste Chaos. Damit ist aber seit Samstag Schluss. Denn unter Anleitung von Heinz Gerd Groten von den Kommunalen Dienstleistungsbetrieben Würselen (KDW) entstand eine Hecke, die den bisher ungetrennt vom feinen Splitt zu sattem Rasengrün übergehenden Parkplatz neu strukturierte. Dazu orientierten sich die rund 20 freiwilligen Helfer an der bisherigen Struktur des Dorfplatzes.

„Wir pflanzen heute frei wachsende Rosenhecken“, erklärt Groten, „und verlängern damit die aus Pflanzen gleichen Typs bestehende Hecke am Dorfplatz. Und damit aus dem voraussichtlich im Juni erstmals blühenden Heckenwerk ein echter Renner wird, wurden die Rosen der Sorte „Romantic Runner“ – mit rosafarbener Blüte – fachmännisch in die Erde befördert.

Dazu wurden am Samstagmorgen mit viel Muskelkraft und ein wenig maschineller Unterstützung zunächst einmal die fein säuberlich mittels Markierungsfarbe eingezeichneten Rasenkanten ab- und der darunterliegende Boden ausgehoben. Eine Arbeit, die mittels großer Helferschar schnell abgewickelt war. „Ich freue mich, dass heute so viele mitmachen“, sagte ein sichtlich zufriedener Guido Wirtz. Schon gut 20 Minuten nach Baustart waren die ersten Rosen an ihrem neuen Standort. „Dann sind wir schon zum Frühstück fertig“, meinte Wirtz augenzwinkernd. Doch da musste Fachmann Groten ihn ein wenig bremsen, denn schließlich wurde in Richtung Kindertagesstätte noch ein kleiner Zaun errichtet, damit die neue Einfriedung des nun deutlich abgegrenzten Parkplatzes bestens erkennbar ist.

Während die Arbeitskraft dabei größtenteils von den männlichen Aktiven der Initiative kam, wurden Material, Maschinen und Pflanzen von der Stadt Würselen gestellt. „Eine schöne Maßnahme“, wie Guido Wirtz knapp bemerkte. „Für uns ist es toll, dass ein Ort so eine aktive Bürgerinitiative hat“, gab es der Mann von der KDW gerne zurück.

Geplant war das Vorhaben übrigens schon viel länger, wie Wirtz auf Nachfrage bestätigte. „Vor zwei Monaten haben wir dann alles festgezurrt“, sagte er. Und mit dem passenden, sonnigen Herbstwetter war der perfekte Boden für die Maßnahme vorbereitet.

Zum Abschluss der Gartenbauarbeiten gab es übrigens gleich eine große Feier. Aber nicht, weil die Leute so gut gearbeitet haben oder die Menschen vor Ort auf genau diese Maßnahme gewartet haben. Vielmehr feierten sie das neue Heckenwerk als weiteren Mosaikstein in einer Arbeit, die in diesem Jahr mit dem Goldstatus im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet wurde. Und da zugleich noch ein Sonderpreis in Sachen Landwirtschaft erreicht wurde und die Schaffung des einst als Weide gestarteten Dorfplatzes nun genau 20 Jahre her ist, durften die Sektkorken zu Recht fliegen. „Der Platz ist für uns und das Dorf extrem wichtig“, ist Guido Wirtz sicher, „denn hier können wir uns treffen, uns versammeln und haben in der Nähe von Kirche, Schule, Kindertagesstätte und Sportplatz alles dicht versammelt.“

Künftig dürfen die Besucher des Dorfplatzes sich dann auch über eine genaue Parkordnung freuen, die zugleich auch das „Zerfahren“ der angrenzenden Wiesen verhindern dürfte.

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