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Altlasten: Bürgermeister Sonders rügt Alsdorfer Grüne

Von: -ks-
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(Ge-)Stein des Anstoßes: Unter Einbeziehung der Kraftzentrale (Bild) soll auf dem Annagelände das neue Kultur- und Bildungszentrum entstehen. Foto: Stüber

Alsdorf. Hart ins Gericht mit den Grünen ist Bürgermeister Alfred Sonders im Stadtrat gegangen. In einer persönlichen Erklärung zu Beginn der Sitzung geißelte er eine Stellungnahme der Vorsitzenden des Ortsverbandes der Grünen, Ratsfrau Beatrix Schongen.

Diese hatte anlässlich des Votums des Petitionsausschusses des Landtags zur Beschwerde der Bürgerinitiative Wohnen am Langhaus gegen das geplante Schulzentrum öffentlich erklärt, die Entscheidung des Rates, auf dem Annagelände das Großprojekt zu realisieren, würde gewichtigere Probleme außer Acht lassen - wie die der Altlasten, die die Gesundheit der Kinder bedrohten und die Baukosten schier endlos hochtreiben würden.

Dagegen fuhr nun der erboste Bürgermeister schweres Geschütz auf: „Diese Ehrabschneidung der Grünen beschädigt nachhaltig die Vertrauensbasis, die ich mich bemüht habe, trotz des politischen Wettstreits der Parteien und trotz unterschiedlicher Sichtweisen zu erhalten. Um eines billigen parteilosen Kalküls willen (die Grünen sind gegen das Großprojekt und für die Sanierung von Gymnasium und eventuellen Neubau der Realschule in Ofden, d. Red.) wird Angst geschürt.”

Die Behauptung der Grünen sei irreführend. Denn, so der Bürgermeister weiter, sie entbehre jeder Grundlage. Die Landesentwicklungsgesellschaft, die heutige NRW-Urban GmbH, habe die Industriebrache Annagelände gründlich untersucht und in unterschiedliche Belastungsbereiche unterteilt, „damit eben genau das nicht passieren kann, was hier unterstellt wird”.

Als Beleg und Bestätigung hierfür zitierte Sonders aus einer aktuellen Stellungnahme der NRW.Urban GmbH zur Sanierung und Herrichtung des Annageländes. Dort heiße es: „Mit Beendigung der Bergaufsicht und Vorlage des Abschlussbetriebsplans wird bestätigt, dass keine Gefährdung mehr von der Fläche ausgeht.”
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