Altes Rathaus feiert runden Geburtstag

Von: ehg
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Präsentieren die Pyramide-Radierungen: Erster Beigeordneter Werner Birmanns (v.l.), Nicole Kaffanke, Sigrid Kerinnis und Gennady Guirik. Foto: W. Sevenich

Würselen. 20 Jahren Kulturzentrum Altes Rathaus: In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat es sich in der Regie von Sigrid Kerinnis, der Leiterin des Kulturbüros der Stadt, zu einer Kulturstätte mit Rang und Namen gemausert, mit Ausstrahlung weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

Es kommt nicht von ungefähr, dass immer wieder namhafte Künstler dorthin zurückkehren, um die Bühne für ihre Kleinkunst zu nutzen oder ihre Kunstwerke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu ihnen zählt auch die Künstlergruppe „Pyramide”, die sich während der Perestroika in St. Petersburg formierte.

Die Werke der Absolventen der angesehenen Muchina-Kunsthochschule zeichnen sich nicht nur durch eine hervorragende Maltechnik aus.

Vielmehr spiegelt sich in ihnen auch ihre innere Freiheit wider, wie sie sie unter Gorbatschow entwickeln konnten.

Schon zweimal stellten Gennady Guirik, Sergej Isypov, Andrej Kornev und Igor Loschkarev bereits 1996 und 1998 ihre Kunstwerke im Alten Rathaus aus.

Drei der Künstler haben sich mittlerweile als Innenarchitekten etabliert, waren aber bereit, speziell für die dritte Ausstellung in Würselen noch mal zum Pinsel zu greifen.

Gennady Guirik verdient seinen Lebensunterhalt weiterhin durch sein rein künstlerisches Schaffen. Er ist Mitglied des Künstlerbundes in St. Petersburg.

Da er derzeit wieder in Maastricht ausstellt, machte er jetzt einen Abstecher ins Alte Rathaus, um dort die Werbetrommel für die dritte Ausstellung von „Pyramide” zu rühren.

Sie wird am 17. Mai eröffnet und kann dann bis zum 14. Juni einer kritischen Würdigung unterzogen werden.

Im Gepäck hatte er eine Mappe mit vier handkolorierten Radierungen, die neben den ausgestellten Gemälden zum Preis von 80 Euro - das Einzelblatt zu 30 Euro - zum Kauf angeboten wird, in limitierter Auflage.

Ihr Verkauf dient - so Sigrid Kerinnis - zur Refinanzierung der mit der Ausstellung verbunden Kosten.

Neben den vier Künstlern aus Leningrad, die Ende der 90er Jahre im Alten Rathaus durch ihre Malkunst überzeugten, werden in 2009 noch drei weitere ihre Werke präsentieren: Vitalij Petruk, dessen Exponate sich in Privatsammlungen in Kanada, Norwegen, Polen, Russland, USA und Frankreich sowie in der Galerie der schönen Künste und Skulpturen in New York befinden, Wladimir May, der seit 1994 zeitweise in Oldenburg bei seiner deutschen Agentin lebt, und Andrey Rudyev, der Dozent an der Muchina Hochschule ist und zur Vernissage der „Pyramide”-Ausstellung in Würselen anwesend sein wird.

Freundschaftliche Kontakte zur russischen Gruppe pflegt seit Jahren schon die Würselener Künstlerin Nicole Kaffanke.

Mehr noch: Sie stellte auch schon mehrfach mit „Pyramide” zusammen aus, 1999 in der Staatsgalerie „Neue Passage” Newski Prospekt in St. Petersburg, 2001 in der Galerie „Nördliche Hauptstadt” (St. Petersburg), 2002 im Haus der Wissenschaft und Kultur der Russischen Förderation in Berlin, ebenfalls 2002 im Russischen Kulturhaus in Danzig (Polen).

Gennady Guirik über sich selbst: „Ich schöpfe Energie in der St. Petersburger Kultur, sowohl in der alten als auch in der neuen und bin an den Werken von Maljawin, Kandinski und Petrow-Wedkin gewachsen.”

Seine Werke findet man mittlerweile in privaten Kollektionen in Russland, Polen, Finnland, USA, Canada, Niederlande, Belgien, Brasilien, Japan, Tschechische Republik, Schweden und Deutschland.
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