Alsdorfs Gesamtschule: Millionen für den Brandschutz

Von: Karl Stüber
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„Gebäudetrakt Gelb”: Das Gebäude der ehemaligen Hauptschule, das von der Gesamtschule genutzt wird, muss laut Experten vorrangig und noch in diesem Jahr brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Foto: Stüber

Alsdorf. Ist die Gustav-Heinemann-Gesamtschule brandschutztechnisch noch sicher? Sind Schüler, Eltern und Besucher gefährdet? Ein Satz am Ende der Sitzung des Ausschusses für Gebäudewirtschaft mag hier am Anfang stehen: „Die Gesamtschule hat keine schlechte Bausubstanz.

Veränderte Rahmenbedingungen und Neubewertungen machen Investitionen notwendig. Wir dürfen hier keine Panik schüren!” Gesagt hat das der Ausschussvorsitzende, der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Plum (SPD) - als Mahnung an Ausschussmitglieder.

Vorausgegangen war die Vorstellung des „Handlungskonzepts zur brandtechnischen Sanierung der Gustav-Heinemann-Gesamtschule”, erläutert durch Architekt Andreas Knackstedt von der Industrie- und Gewerbepark Alsdorf (IGA) GmbH, die im Auftrag der Stadt die Schulen verwaltet.

Knackstedt beschrieb Investitionen für den Brandschutz in Höhe von insgesamt knapp 3,8 Millionen Euro, verteilt über die nächsten fünf Jahre. Als Grundlage dafür habe ein „interdisziplinäres Planungsteam”, bestehend aus Architekten, Brandschutzsachverständigen und weiteren Fachleuten, einen Statusbericht erstellt. Daraus folgernd sollen in diesem Jahr 497.800 Euro für Sofortmaßnahmen vornehmlich im deshalb Gebäudeteil Gelb (ehemalige Hauptschule) von der Stadt Alsdorf bereitgestellt werden.

Zum Handlungsbedarf heißt es: „Ein ausreichendes Rettungsniveau, das die Selbstrettung der Schüler und Lehrer sicher stellen muss, ist nach heutigem Kenntnisstand im gelben Gebäude (Verwaltung und Unterstufe) nicht gegeben.” Sicherheitsbeleuchtung, Alarmierungsanlagen und Notstromversorgung seien dringend reparatur- und erneuerungsbedürftig. Lüftungsanlagen wiesen Mängel auf, „die für den sicheren Betrieb abzustellen sind, um zum Beispiel eine Rauchausbreitung in Teilbereichen der Schule zu verhindern”.

Als Erstes gehe es im gelben Gebäudeteil um den Anbau eines Treppenhauses, die Trennung des Treppenhauses zum Flur und die Instandsetzung von Fluchtwegen, um bei Feuer giftigen Qualm entkommen zu können. In der gesamten Schule sollen noch in 2010 Sicherheitsbeleuchtung und Brandmeldeanlage erneuert sowie Brandschutzklappen Instand gesetzt werden.

Leitender Verwaltungsmitarbeiter Stephan Spaltner sagte: „Wir haben hier kein absolutes Sicherheitsrisiko. Wir wollen die Schule auf lange Sicht betreiben und technisch auf den neuesten Stand bringen, als wenn es ein Neubauvorhaben wäre.”

In 2011 sollen ebenfalls im gelben Gebäude Flure ertüchtigt und Rauchabschnitte hergerichtet werden. Die Elektroinstallation will erneuert sein - Kostenpunkt knapp 1,29 Millionen Euro. Weiter geht es 2012 im Pädagogischen Zentrum, Fachklassen und Mensa für gut 800.000 Euro. Da sollen zusätzliche Rettungswege geschaffen, Brandschutztüren instand gesetzt, Rauchabzüge und notwendige Flure ertüchtigt sowie die Elektroinstallation erneuert werden.

In 2013 lauten die Aufgaben im Gebäudeteil Grün, die über 700.000 Euro kosten sollen, ebenfalls: Flure, Brandschutztüren, Elektroinstallation. 500.000 Euro würde dies die Stadt Alsdorf im roten Gebäudeteil kosten.
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