Alsdorf/Unna - Alsdorfer Lkw-Fahrer freigesprochen

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Alsdorfer Lkw-Fahrer freigesprochen

Von: jek
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf/Unna. Eine Handgreiflichkeit auf der Autobahn beschäftigte jetzt das Amtsgericht Unna. Ein 47-jähriger Berufskraftfahrer aus Alsdorf musste sich jetzt wegen Körperverletzung vor Richterin Monika Scheuschner verantworten.

Im Sommer vergangenen Jahres soll er auf der Autobahn 44 in Unna unterwegs gewesen sein und einen anderen Verkehrsteilnehmer geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft Dortmund warf dem Mann vor, bei einem Stau aus seinem Führerhaus ausgestiegen, zum anderen Auto gerannt zu sein und dem Insassen aus Verärgerung über dessen Fahrstil auf den Kopf geschlagen zu haben. Dabei wurde der 31-Jährige offenbar „nur” leicht verletzt.

Nun distanzierte sich der Lkw-Fahrer von dieser Version. „Es stimmt, zu dem Zeitpunkt war ich dort unterwegs. Es kam auch zu stockendem Verkehr und ich habe gehupt”, sagte er, handgreiflich sei er keineswegs geworden. Auch seine Ehefrau, die mit ihm unterwegs war und auf der Rückbank ein Nickerchen machte, sagte als Zeugin aus, dass ihr Mann den Fahrersitz nicht verlassen habe.

Anders schilderte es das mutmaßliche Opfer. Der 31-Jährige habe im Rückspiegel gesehen, dass der Lkw-Fahrer zu ihm gekommen sei und habe das Fenster geöffnet. „Da habe ich auch schon den Schlag abbekommen”, sagte er. Weil zwischen seiner Aussage vor Gericht und dem Protokoll der Polizei kleine Unterschiede bestanden und die Aussage der Frau des Angeklagten im Raum stand, ergab sich ein Patt aus Sicht des Staatsanwalts und des Verteidigers.

Beide beantragten Freispruch nach dem Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten.” So entschied die Richterin auch. Sie könne nicht mit Sicherheit sagen, dass es den Vorfall wie angeklagt nicht gegeben habe - Wer denkt sich schon so eine Geschichte aus!? - aber für eine Verurteilung reichten die Beweise nicht aus.
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