Alsdorfer Kunstpreis: „Elementebaum“ überzeugt Jury

Von: Stefan Schaum
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Der niederländische Bildhauer Egidius Knops ist der siebte Preisträger der Alsdorfer Kunstpreises. Foto: Stefan Schaum
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Der „Elementebaums“ des Künstlers Egidius Knops, die im fertigen Werk vier Meter über dem Boden hängen werden. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Wenn der Baum mal fertig ist, dürfte er ein ziemlich imposanter Blickfang sein. Aus Stahlstangen und bunten Acrylglasscheiben will Egidius Knops seinen „Elementebaum“ herstellen. Das nötige Geld für diese Arbeit hat er jetzt bekommen – denn der im niederländischen Simpelveld lebende Künstler ist der siebte Preisträger von „Kunst für Alsdorf“.

Den Preis hatte erneut der Kunstverein Alsdorf mit Unterstützung der Sparkasse Aachen und der Stadt Alsdorf ausgelobt. Diesmal standen Skulpturen oder Installationen im Mittelpunkt der Ausschreibung unter dem Titel „Bewegte Elemente“. „Es ging um die Verbindung von Natur und Technik – und das mit künstlerischem Anspruch“, sagt Professor Klaus Endrikat, ehemaliger Hochschullehrer der FH Aachen, und eines von sieben Jury-Mitgliedern.

Die Wahl sei keine leichte gewesen angesichts der Modelle und Skizzen, die gut 20 Künstler eingesandt hatten. Neben der künstlerischen Aussagekraft der Werke – die sich meist den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft gewidmet hatten – war ein weiterer Aspekt beim Votum ausschlaggebend: sie mussten robust umsetzbar sein.

Denn das fertige Werk soll im Außenbereich des Alsdorfer Energeticon dauerhaft zu sehen sein. Dass beim Preis „Kunst für Alsdorf“ etwas sehr Sehenswertes entstehen kann, hatte 2008 der Gewinner Philipp Dreber gezeigt, der seinerzeit die Skulptur „Dreiklang“ auf dem Denkmalplatz geschaffen hatte.

Gut vier Meter hoch

Der „Elementebaum“ des 1945 in Simpelveld geborenen Egidius Knops dürfte noch gewaltiger werden, was die reinen Dimensionen betrifft. „Der Baum wird gut vier Meter hoch sein“, sagt der Künstler, der den Stamm aus besonderen Stahlstangen formen will, die sonst vor allem in der atomaren Technik Anwendung finden. So gilt sie schon beim Material – die Verbindung von Technik und Kunst.

Oben in den „Ästen“ sollen bunte Scheiben hängen, deren vier Farben die vier Elemente symbolisieren. „Das Ganze dürfte ziemlich vandalismussicher sein“, sagt Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter, der für diesen Baum einen besonderen Platz in der Nähe des Fördermaschinenhauses finden möchte. Mit 8000 Euro – neben 1000 Euro Preisgeld – finanziert die Sparkasse Aachen die Umsetzung des „Elementebaumes“.

Das Fundament für das Kunstwerk will das Energeticon sponsern. Sehen soll man die Befestigung allerdings nicht. Knops: „Der Baum wird aussehen, als ob er direkt aus der Erde emporwächst“. Bis zum 5. September soll er fertig auf aufgestellt sein, kurz vor der offiziellen Eröffnung des Energeticon.

Auf die Arbeit freut Egidius Knops sich sehr, denn mit Alsdorf verbindet er schöne Erinnerungen. „Als Jugendlicher bin ich oft mit Freunden mit dem Fahrrad nach Alsdorf gefahren, denn da gab es damals schon eine Eisdiele.“ Auch dem Bergbau sei er durch seinen Vater sehr verbunden. „Für mich ist es also super, für diese Stadt ein ganz eigenes Kunstwerk zu schaffen.“

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