Alsdorfer Kinder- und Jugendchöre: Lob für teuflisch gute Darsteller

Von: dag
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Ausdrucksstarkes Spiel: Jonath
Ausdrucksstarkes Spiel: Jonathan Heinrichs als Johannes Täufer und Ann-Cathrin Krüger alias Klobürste Tim. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. „Bravo!”, „Super!”, „Klasse!” und „Sensationell, was die auf die Bühne gebracht haben.” Das waren nur einige der lobenden Kommentare nach den beiden Aufführungen von „Paradise of Pain”. Die gut 1300 Zuschauer in der Stadthalle waren vollends begeistert.

Lang anhaltender Beifall, Standing Ovations und der Wunsch nach Zugaben waren Dank für die fantastische Leistung der 52 Musicaldarsteller aus dem Städtischen Kinder- und Jugendchor von denen die Jüngsten gerade mal sieben Jahre alt sind. Im himmlisches Musical mit höllischem Spaß wurde gesungen, gespielt und getanzt. Rock, Klassik und Funk verschmolzen ineinander. Aufmerksam verfolgten die Besucher die brillant choreografierten Szenen. Lichteffekte, Nebel und Geräusche untermalten eindrucksvoll das Geschehen. In ihren tollen Kostümen sorgten die jungen Künstler für fesselnde Unterhaltung. Einige Akteure mischten sich zwischendurch sogar unters Publikum, was sehr gut ankam. Ausdrucksstarke Mimik und Gestik fesselten die Blicke der in das Reich von Himmel und Hölle entführten Zuschauer. Coole Sprüche entlockten den aufmerksamen Besuchern herzhaftes Lachen. Und immer wieder gab es Szenenapplaus.

Zum Inhalt: Durch eine Computermanipulation der „Heiligen Dreifaltigkeit” werden der brave, naive und grundgute Bankangestellte Johannes Täufer (alias Jonathan Heinrichs bzw. Sebastian Meyer) und der Ganove Jonathan Diver aus Florida (Marvin-John Halog) nach ihrem plötzlichen Ableben in die falschen Bereiche des Jenseits geschickt.

Im Himmel ist die Hölle los

Das bringt die Ordnung in Himmel und Hölle - die, wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt, untrennbar miteinander verbunden sind - durcheinander. Die Höllenbewohner auf der abgewrackten Seite des Schiffes müssen schuften, damit es sich die himmlischen Wesen auf der anderen Seiten - einem Luxusdampfer - richtig gut gehen lassen können. Oberengelin Angelina (Jana Schillings bzw. Leonie Bellé) und Höllenvorsteherin Mephista (Lisa Winden bzw. Annika Schäfer) - beide fasziniert von den in Paradies beziehungsweise Hölle so fremden Gestalten - sind hin- und hergerissen zwischen himmlischer und höllischer Pflicht und äußerst menschlichen Gefühlen.

Es war eine runde, stets flüssige Inszenierung nach der die Akteure ihren Applaus dank guter Leistungen vollauf verdient hatten. Den fulminanten Abschluss des Musicals aus der Feder von Frank Nimsgern bildete der Song „Paradise of Pain”, der als Zugabe noch einmal wiederholt wurde. Die Zuschauer waren sich einig und stimmten mit Bürgermeister Alfred Sonders überein - der nach Ende der zweieinhalbstündigen Aufführung auf der Bühne zum Mikrofon griff: „Die Chöre waren... spitze!”

Es war ein wirklich gelungenes Spektakel mit teuflisch viel Spaß, das der Städtische Jugend- und Kinderchor Alsdorf unter Regie von Vera Kerkhoffs und Sarah Kühne sowie mit Unterstützung zahlreicher Helfer - unter anderem Chordirektor ADC Günther Kerkhoffs - sowie großzügigen Sponsoren an zwei Abenden auf die Bühne gebracht hat. „Und, es erfordert eine Menge Konzentration, Arbeit und Zeit”, unterstrich, lobte und dankte der begeisterte Erste Bürger der Stadt.
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