Alsdorfer Berufskolleg hat Partner in Finnland

Von: Stefan Schaum
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Die ersten finnischen Gäste am Alsdorfer Berufskolleg: Schulleiter Thomas Becker (3.v.r.), Mobilitätsmanagerin Cornelia Barth (IHK, 4.v.r.), Christine Stommel (Handwerkskammer Aachen, 2.v.r.) und Studiendirektor Detlef Hansmann (l.) haben die Delegation begrüßt. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Finnland ist für die Schüler des Berufskollegs in Alsdorf gedanklich ganz weit weg. Doch gibt es in der Nähe von Helsinki jetzt eine Adresse, die zukünftig durchaus interessant für sie sein dürfte.

Mit dem Berufsschulzentrum Luksia will das Kolleg nämlich eine Partnerschaft eingehen, in deren Zug die Jugendlichen auch ihre Koffer packen können.

Was für die meisten anderen weiterführenden Schulen üblich ist – nämlich der rege Austausch mit Schulen in anderen Ländern –, ist „für ein Berufskolleg noch etwas Neues“, sagt der Alsdorfer Schulleiter Thomas Becker. „Wir möchten aber, dass unsere Schüler auch einmal etwas weiter über den Tellerrand hinausblicken können.“ Ein Praktikum in einem finnischen Betrieb oder ein Schuljahr dort – das sollte doch möglich sein, um den beruflichen Horizont der Schüler zu erweitern, sagt er.

Auf der Suche nach geeigneten Partnern war das Berufskolleg nicht allein. In einem gemeinsamen Projekt namens „Berufsbildung ohne Grenzen“ stehen die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen und die Handwerkskammer den Kollegs zur Seite. „Durch den Austausch können Auszubildende und auch Lehrer ganz neue Einblicke in Berufsbilder erhalten“, sagt Cornelia Barth, Mobilitätsmanagerin bei der IHK. Sie stellt Kontakte zwischen Schulen her und hatte auch das finnische „Vocational College of Western Uusimaa“ auf der Liste.

Von dort kamen jetzt Besucher nach Alsdorf. Vier Lehrer haben sich das Berufskolleg am Weiher angeschaut und dabei viele Gemeinsamkeiten festgestellt. In der finnischen Schule und in Alsdorf spielt etwa der Bereich Hauswirtschaft eine große Rolle. Gemeinsame Projekte sind da durchaus denkbar. EU-Fördermittel für den Austausch stehen dank des „Leonardo da Vinci“-Mobilitätsprogramms ebenfalls bereit, unterstreicht Cornelia Barth.

Die Partnerschaft mit der finnischen Schule soll demnächst festgeschrieben werden – und es soll nicht die letzte sein. Auch Richtung Spanien und Türkei geht am Alsdorfer Berufskolleg der Blick. Schulleiter Thomas Becker: „Wir wollen noch weitere Kontakte pflegen, um auch in den Bereichen Fluggeräte-Technik, Automatisierungstechnik und IT einen internationalen Austausch zu ermöglichen.“

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