Alsdorf - Alsdorfer Beigeordneter Klaus Spille geht in den Ruhestand

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Alsdorfer Beigeordneter Klaus Spille geht in den Ruhestand

Von: Karl Stüber
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Mit der Eule als „Wappentier der Wissenschaft” im Gepäck: Erster Beigeordneter Klaus Spille räumt seinen Arbeitsplatz im Rathaus und geht zum Monatsende in den verdienten Ruhestand.

Alsdorf. Gerne hätte Klaus Spille noch seinen Nachfolger über ein paar Wochen eingearbeitet, um für Kontinuität in den von ihm bislang verantworteten Bereichen zu sorgen. Der am Freitag seinen Abschied feiernde Wahl-Würselener weiß aber nicht, welchen der Bewerber für „sein” Amt des (Ersten) Beigeordneten er denn herauspicken soll.

Der Stadtrat hat noch nicht über die Nachfolge entschieden. Dass Spille einmal beruflich in Alsdorf landen würde und dort Jugend, Schule, Soziales, Bildung und auch Wirtschaftsförderung zu seinen Kernthemen machen würde, war ihm als junger Spund bestimmt nicht klar. Der gebürtige Niedersache, Jahrgang 1944, wuchs in Cloppenburg sowie Oldenburg auf und lernte in Bremen handfest Flugzeugbau.

Nach Aachen verschlagen

Das anschließende Ingenieurstudium verschlug ihn nach Aachen. Dabei interessierte er sich nicht nur für Auftrieb und Gleiten, sondern auch für die Belange anderer und wurde Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses. Über den Umgang mit dem Hochschulrahmengesetz und die Planung integrierter Studiengänge für Ingenieure geriet er in den Bereich Bildung, wie er erzählt.

Eigentlich wollte er wieder ab in den Norden, aber die erhoffte Hochschulgründung dort zerschlug sich. Da wurde im Jahre 1976 jemand gesucht, der in Alsdorf die Volkshochschule aufbaut. „Ich habe damals nur mit der Halbtagskraft Annegret Tribbels angefangen”, erinnert er sich gerne an diese Pionierzeit.

Die Erfüllung dieser Aufgabe war wohl die beste Empfehlung zu höheren Weihen. Anfang 1986 wurde Spille Beigeordneter, im März 2001 gar Erster Beigeordneter und damit Vertreter des Bürgermeisters als Verwaltungschef.

Sehr gut gelaufen ist aus seiner Sicht in seiner Zeit die Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe und der Umbau der Schullandschaft. Unvollendet blieb das Vorhaben, Gymnasium und Realschule entscheidend zu helfen, was er ausdrücklich bedauert.

Die Liste seiner weiteren Aktivitäten ist lang. Da ist der „aus der VHS heraus” entstandene Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) zu nennen, dessen Vorstand er seit Gründung angehört. Dazu gehört für das SPD-Mitglied auch die Arbeit in der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik.

„Die Zukunft der Stadt”

Wichtig ist ihm für die Zukunft, „dass der Stadtrat die Realität der Lebenslagen der Menschen in die Gremienarbeit lässt”. Das Projekt Soziale Stadt sei dafür ein gutes Beispiel. Aber es reiche nicht die Diagnose, nun müssten die Mittel für die Therapie her.

Und er sagt: „Die Zukunft der Stadt beginnt in den Köpfen ihrer Kinder. Ich wünsche mir, dass die Zukunft der Kommunalpolitik nicht in den Köpfen von Rentnern endet.”

Langeweile wird im Ruhestand nicht aufkommen. Spille, der weiter in Würselen wohnen wird, will lernen, einem Alt-Saxophon für das Umfeld akzeptable Töne zu entlocken. Die Klarinette beherrscht er bereits.

Und er kehrt zu seiner alten Passion zurück - der Fliegerei. Den Segelflugschein will er erneuern. Dann schaut er sich - endlich über Dingen und Menschen schwebend - Alsdorf von oben an ...
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