Alsdorf - Alsdorf muss Schulstandorte überdenken

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Alsdorf muss Schulstandorte überdenken

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Schulstandort Alsdorf Ost: Die Stadt will der Gerhart-Hauptmann-Schule eine Mensa bauen, deren Finanzierung aber auf Bedenken der Bezirksregierung Köln trifft. Zudem rückt die Zusammenlegung mit der Europaschule in den Bereich der Möglichkeit. Foto: Stüber

Alsdorf. Die Schullandschaft in Alsdorf steht vor dem Umbruch. Aufgrund stark zurückgehender Schülerzahlen werden sich Rat und Verwaltung mit der Zukunft von drei Grundschulen (Ost, Kellersberg sowie Schaufenberg) und einer von insgesamt zwei Hauptschulen im Stadtgebiet auseinandersetzen müssen.

Dies ist die Grunderkenntnis der Vorschau auf den Schulentwicklungsplan, der nicht nur bis zum Schuljahr 2013/14 reicht, sondern den Ausblick bis 2020/21 wagt.

Leitender Verwaltungsmitarbeiter Stephan Spaltner, zuständig für Schulen, trug im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur das Zahlenwerk und daraus zu ziehende Erkenntnisse vor.

Zwar werde die Bevölkerungszahl in Zukunft nahezu konstant bleiben. Sie soll nach dem Kommunalprofil der Bertelsmann Stiftung im Vergleich zum Jahr 2006 bis 2015 immerhin um 0,5 Prozent steigen und dann bis 2025 „nur” um 0,2 Prozent sinken.

Aber der Anteil der Frauen „im gebärfähigen Alter” und damit die Zahl der Geburten werden sinken. Wurden im Jahre 2005 noch 396 Kinder in Alsdorf geboren, werden es bis zum Jahr 2020 nur noch etwa 340 bis 350 im Jahr sein.

Während im Jahr 2005 insgesamt 2197 Kinder die Alsdorfer Grundschulen besuchten, sind es in 2010 nur noch 1838. In 2013 sollen es nur noch 1705 sein, 2020 gar nur noch 1515, ergab der Blick in die Glaskugel, der durch Daten des Einwohnermeldeamtes und Erfahrungswerte an Schärfe gewann.

Klar sei: „Dem prognostizierten Rückgang an Schülerzahlen muss demzufolge Rechnung getragen werden, indem die Anzahl der Züge vermindert wird.” Das heißt laut Verwaltung: „Die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Ost ist bereits dieses Jahr einzügig, die GGS Kellersberg wird aufgrund derzeitiger Anmeldezahlen in 2010/11 einzügig und für die GGS Schaufenberg ist die Einzügigkeit für das Schuljahr 2018/19 zu erwarten.”

Bei Erkennen einer solchen Entwicklung sei laut Spaltner der Schulträger, also die Stadt Alsdorf, gemäß Schulgesetz gehalten „eine Zusammenlegung, Änderung oder Auflösung von Schulstandorten zu beraten und zu entscheiden”.

Das gelte auch für die Hauptschulen. So zeige das „Übergangspotential” Alsdorfer Grundschüler auf Hauptschulen in den vergangenen sechs Schuljahren eine „linear sinkende Tendenz” von 17,77 auf nur noch 11,05 Prozent.

Künftig würden es nur noch 10 von 100 Grundschülern sein. Besuchten im Jahre 2009 die Gerhart-Hauptmann-Schule (Ost) noch 321 Schüler, sollen es in 2013 nur noch 277 und in 2020 gar nur noch 226 sein. In der Europaschule (Pestalozzi) sei die Entwicklung noch dramatischer. In letzten Jahr 235, in 2013 nur noch 195, in 2020 gar gerade noch 179.

Bei Fortführung beider Standorte würden die Schulen somit nur noch einzügig zu betreiben sein, folgert die Verwaltung. Der Ausschuss beauftragte daraufhin die Verwaltung, für Grund- und Hauptschulen „schulorganisatorische Maßnahmen zu erarbeiten und diese dem Ausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.”
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