Alsdorf möbelt seine Schulgebäude auf

Von: Holger Bubel
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In den Ferien wird gearbeitet:
In den Ferien wird gearbeitet: Schuldezernent und IGA-Geschäftsführer Stephan Spaltner (l.), Schulausschussvorsitzende Ulrike Wagner (3.v.l.), IGA-Architekt Michael Minnaert, Schulleiterin Carla Glettenberg (2.vl.) präsentieren an der KGS Hoengen die Pläne.

Alsdorf. Das Prozedere im Sommer ist Jahr für Jahr das gleiche: Schüler und Lehrer packen ihre Sachen und starten in die Ferien, und die Handwerker rollen mit mehr oder weniger schwerem Gerät an, um die Gebäude zu sanieren, zu renovieren oder Reparaturarbeiten auszuführen.

In Alsdorf belaufen sich die Kosten für die diesjährigen „Sommermaßnahmen” insgesamt auf 1,155 Millionen Euro. „Darunter sind Gelder aus dem Konjunkturpaket II, die noch in 2011 eingesetzt werden müssen, und Finanzierungsmittel aus dem 1000-Schulen-Programm”, erklärt Stephan Spaltner, Schuldezernent und Geschäftsführer der Industrie- und Gewerbepark GmbH (IGA). Unter Federführung der IGA werden die baulichen Maßnahmen an den leeren Lehrgebäuden umgesetzt.

Der dickste Brocken der Investitionssumme, rund eine halbe Millionen Euro, geht an die Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Bereits in den vergangenen Monaten wurden dort umfangreiche Rohbau- und Metallarbeiten im Keller des sogenannten „gelben Gebäudes” (alte Hauptschule) ausgeführt.

In den kommenden sechs Wochen werden im Erdgeschoss und in einem Teil des ersten Obergeschosses Flure sicherheitstechnisch ertüchtigt und die Führung der Stromleitungen reorganisiert. Außen wird an das Gebäude eine Stahltreppe als Fluchtweg gebaut. Die komplette Sanierung der Gustav-Heinemann-Gesamtschule soll 2014 abgeschlossen werden. Alle Kosten zusammen werden dann 3,8 Millionen Euro betragen.

Ein erkleckliches Sümmchen wird auch für die KGS Hoengen ausgegeben: Rund 170 000 Euro werden die Sanierung der auffälligen Stahlkonstruktion am Gebäude (150.000) und die Abmauerung einer Lagerfläche an der Mehrzweckhalle (20.000) kosten. „Die Grundschule in Hoengen wird noch lange Bestand haben, daher ist das eine gute Investition”, verweist Stephan Spaltner auf das Einzugsgebiet und damit auf beständigen Zustrom an Grundschulkindern.

Ordentlich investiert wird auch in die Elisabethschule in Alsdorf-Mitte. 60.000 Euro fließen in den zweiten und dritten Bauabschnitt im Rahmen der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, nach Abschluss der Gesamtsanierung bis Ende 2011 werden das 150.000 Euro sein. Zudem wird eine Übermittagbetreuung für 200.000 Euro eingerichtet, in den Ferien werden rund 60.000 Euro „verbaut”.

Container fürs Gymnasium

Auch die Realschule Mariadorf erhält eine Übermittagsbetreuung der „kleinen Lösung” (wir berichteten). Auch hier betragen die Gesamtkosten bis Ende 2011 200.000 Euro. In den Ferien wird nach vollendeten Rohbau- und Zimmererarbeiten das Dach geschlossen. Gesamtkosten hierfür: 100.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Malerarbeiten und Holzfenster von noch einmal 34.000 Euro.

Dass sich eine hohe Investition in Mensa oder Kantine am Gymnasium in Ofden nicht mehr lohnt, hat man in der Verwaltung mit Blick auf das geplante Bildungs- und Kulturzentrum konstatiert. Dafür wird den Pennälern dort ein Container-Kiosk mit Stehtischen für den Aufenthaltsbereich spendiert. 10.000 Euro für die Gründungsarbeiten werden ausgegeben, die Mietkosten betragen für drei Jahre 52.000 Euro. Bis dahin soll das „neue Gymnasium” am Annapark bezugsfertig sein.

Brandschutzmaßnahmen, etwa durch die Erneuerung von Fassadenelementen, Fenster und Türen im Erdgeschoss sind in der Gerhart-Hauptmann-Hauptschule in Ost vorgesehen. An der Europahauptschule Pestalozzistraße in Blumenrath werden 100.000 Euro in den Ferien in Baumaßnahmen gesteckt. Das Geld wird ausgegeben für Teilreparaturen an den Schulhöfen. Fehl- und Stolperstellen werden am Asphalt beseitigt. Das wird auch an den Grundschulen Broicher Siedlung und Schaufenberg sowie an der Elisabethschule erledigt. An der Grundschule Poststraße wird der überflüssige Kokslagerkeller für 50.000 Euro verfüllt.
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