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Alsdorf: Mitarbeiter des Jugendamtes in Angst

Von: -ks-
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Alsdorf. Die Angst geht um unter den Mitarbeitern des Alsdorfer Jugendamtes – Angst vor Gewalt und Übergriffen aus Reihen der „Kundschaft“. Jugendamtsleiter Herbert Heinrichs informierte die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses über entsprechende Vorkommnisse und Schutzmaßnahmen. Heinrichs: „Es hat mehrere nicht unerhebliche Bedrohungssituationen gegeben.“

Dabei geht es um Personen aus „hochstrittigen Familiensituationen“ sowie um Fälle, in denen Kinder aus Familien herausgenommen werden mussten – auf Veranlassung und durch Mitarbeiter des Jugendamtes, zum Wohle und Schutz des Kindes.

Das hat der eine oder andere Erwachsene nicht hinnehmen wollen, wie deutlich wurde, und rückte Kollegen von Heinrichs massiv auf die Pelle. Deshalb hat Heinrichs aus Gründen der Fürsorgepflicht gegenüber den eigenen Leuten dafür gesorgt, dass im Jugendamt Vorsichtsmaßnahmen ergriffen wurden. So wurde der Eingangsbereich des Amtes im Rathaus durch ein Schloss gesichert, dessen Codierung nur den dort Arbeitenden bekannt ist.

Wer als Dritter dort hinein will, muss schellen. Auf diese Weise bleibt die Übersicht gewahrt, wer sich denn überhaupt in den Gängen bzw. Büros auffällt. Problem-Personen können abgefangen werden. „Wir wollen eigentlich ein freies und freizugängliches Jugendamt sein“, betonte Heinrichs, aber der Schutz der Bediensteten habe da Vorrang.

Aber nicht genug damit. Zusammen mit Staatsanwaltschaft und Polizei werde überlegt, wie auch das Umfeld des Rathauses effektiver geschützt werden kann – es geht um die Fahrzeuge der Mitarbeiter des Jugendamtes, die dort geparkt sind. Auch an diesen lassen Alsdorfer, die nicht mit den Maßnahmen der Behörde einverstanden sind, ihren Unmut aus. Heinrichs sagte: „Es gibt mittlerweile Mitarbeiter, die Angst haben.“ Sichtlich betroffen nahmen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses diese Entwicklung zur Kenntnis.

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