Alsdorf hat so manches schöne Plätzchen

Von: Stefan Schaum
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Beste Weitsicht: Hoch oben auf dem Anna-Fördergerüst genießt Bergbaumuseumsvereins-Vorsitzender Josef Kohnen den Blick auf Häuser und Halden der Stadt.

Alsdorf. Für den einen ist es die Natur, für den anderen die Architektur. Ob nun die Ruhe im Broichtal oder die vielerorts lebendig gebliebene Bergmannsvergangenheit - befragt nach den Lieblingsplätzen in ihrer Heimatstadt, musste niemand unter den ausgewählten Alsdorfern lange überlegen. Manch einer hatte gar die Qual der Wahl.

„Da willst du mal wohnen”

So hätte Komiker Jürgen Beckers auch in seiner alten Mariadorfer Heimat „sicher das eine oder andere schöne Eckchen nennen können”, doch hat er sich für ein Gebiet entschieden, das ihm im wahrsten Sinne näher liegt. „Den Alsdorfer Weiher fand ich schon immer richtig schön. Ich habe früh gesagt: Da willst du mal wohnen!” So ist es gekommen. Der Neu-Ofdener mag das Gewässer („Ich sag See dazu.”) vor der Haustür und den Auslauf dort. Frühmorgens kann man den laufenden Lehrer des öfteren im Broichtal beim Joggen beobachten - im Sommer wie im Winter.

Grusel und Geborgenheit

Denkt er an seine Kindheit, denkt Kunstvereins-Vorsitzender Franz-Josef Kochs gern an „den sößen Huck”. Dort - in dem kleinen Zipfel der Cäcilienstraße gleich neben der Mauer des Alsdorfer Burgparks - hat er die ersten sechs Jahre seiner Kindheit verbracht. Warum dieses Fleckchen im Volksmund als „süße Ecke” bezeichnet wurde, weiß er nicht so genau. Womöglich, weil dort Rübensirup produziert wurde, dessen Duft ihm heute noch in der Nase liegt.

„Ich finde es schön, dass sich hier kaum etwas verändert hat”, sagt er unter dem alten Torbogen an der Mariensäule. Heute mag er ihn noch mehr als damals. „Denn für uns Kinder war das auch ein ganz schön gruseliger Ort. All die dunklen Mauern hier und die Grabstätten - das war für mich immer so eine Mischung aus Grusel und Geborgenheit.”

Die Kindheit hat auch Ellen Hansen bei der Wahl ihres Lieblingsortes inspiriert. „Ich bin hier schräg gegenüber des Denkmalplatzes an der Luisenstraße aufgewachsen”, sagt die Bereitschaftsleiterin des DRK-Ortsvereins. Damals fuhr dort noch eine Straßenbahn, wie es sie heute „nur” noch in Bronze gibt: Die „Heggeströver”-Skulptur des Künstlers Bonifatius Stirnberg. Nicht nur diese Skulptur gefällt ihr auf dem so genannten Bankenplatz, auf dem auch die Figur des „Brikkebakker” ein Blickfang ist. „Ich finde es schön zu sehen, wie dieser Ort durch Kunst belebt wird. Ich finde das auch symbolisch für Alsdorf: Wir sind auf einem guten Weg.”

Fantastischer Blick

Nicht nur nach vorn geht es in der Stadt, es geht auch steil nach oben. In luftiger Höhe findet man sich mit Josef Kohnen wieder, wenn man seinen Lieblingsort besucht. Der ist nämlich an der Seilscheibe des Fördergerüstes am Annapark. Für den Vorsitzenden des Vereins Bergbaumuseum Grube Anna II eine naheliegende Wahl, die ihren besonderen Reiz hat. „Wenn man hier oben steht, hat man einen fantastischen Ausblick über die ganze Stadt.”

Vergangenheit und Zukunft auf einen Blick - diese Aussicht will der Verein künftig Besuchern häufiger ermöglichen. „Wir planen, regelmäßig Führungen auf das Fördergerüst anzubieten.”
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