Alsdorf/Aachen - Alsdorf buhlt um Aachener Studenten

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Alsdorf buhlt um Aachener Studenten

Von: Stefan Schaum
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In Alsdorf in die Euregiobahn
In Alsdorf in die Euregiobahn steigen und in 20 Minuten in Aachen sein: Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders (r.) pries beim Besuch von NRW-Ministerin Svenja Schulze (2.v.r.) den Standortvorteil an der Schiene. Auch die SPD-Landtagskandidaten Eva-Maria Voigt -Küppers und Karl Schultheis (v.r.) stiegen am Annapark zu. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf/Aachen. Noch haben die Aachener Studenten Alsdorf als uninahen Wohnort nicht entdeckt. Doch das soll sich ändern. Dank der Euregiobahn, dank günstiger Mieten, dank viel Platz für neue Baugebiete, den Aachen nicht mehr hat.

„Es spricht eigentlich alles dafür, dass sich die Hochschule schon bald sehr für uns interessieren wird”, sagte am Mittwoch Bürgermeister Alfred Sonders im Gespräch mit der NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Svenja Schulze (SPD).

Steigende Studentenzahlen - auch durch doppelte Abiturjahrgänge - machen es „unerlässlich, dass sich die Studenten außerhalb von Aachen nach Wohnraum umschauen. Da baut sich ja ein richtiger Druck auf, die können doch gar nicht alle in Aachen wohnen.” Doch wolle man in Alsdorf nicht warten, „bis die Welle zu uns rüberschwappt. Wir stehen jetzt schon parat.” Vor allem dank der Euregiobahn sei Alsdorf attraktiv und rasch erreichbar geworden - deshalb soll das Semesterticket für Studenten in der Miete mit drin sein. Sonders: „Wir haben mit unseren großen Vermietern in der Stadt gesprochen und für günstige Konditionen gesorgt. Hier bekommt man eine Studentenbude mit Gartennutzung und Kellerraum für 330 Euro im Monat - das ist unschlagbar, für das Geld gibt es in Aachen nicht mal ein Loch in der Wand.”

Auch der Schaffung neuer Wohnräume gelte der Blick. Sonders: „Wir prüfen alle Leerstände und schauen, wie wir sie entwickeln können.” Barrierefreie Multifunktionalität ist dabei das Stichwort: Zieht ein Student aus, soll auch ein Senior bequem einziehen können.

„Eine Hochschule kann noch so toll sein - wenn der Wohnraum drum herum nicht stimmt, läuft das Ganze nicht”, sagte Svenja Schulze. Angesichts steigender Studentenzahlen seien die umliegenden Kommunen gefordert, die nötige Infrastruktur bereitzustellen. Auch Landtagskandidatin Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD) unterstrich beim Besuch in Alsdorf die Notwendigkeit von Kooperationen: „Aachen ist in seinen Ausdehnungsmöglichkeiten beschränkt, da ist nicht mehr viel machbar.”

An der Abstimmung hapere es allerdings noch, bedauerte Alfred Sonders: „Es wäre wichtig, beim Thema Wohnen eine vernünftige Arbeitsteilung hinzubekommen. Das geht momentan ein wenig unter in einem teils kleinkarierten Hickhack um die Städteregion.” Alsdorf betreitet derzeit einen Internetauftritt vor, der Studenten einen Überblick über Wohnungen geben soll. Sonders: „Wir schreiben dazu, wie weit jede Wohnung von der nächsten Bushaltestelle oder der Euregiobahn liegt.”

Nicht nur die Studenten hat man im Blick. „Wir erschließen in den nächsten Jahren noch einige hochwertige Baugebiete in Alsdorf. Da sollten sich sicher passende Grundstücke finden, auf denen sich auch Professoren ein Häuschen bauen können...”
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