Alkuin-Schulleiter ärgert sich über Aussagen der Politik

Von: mg
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Aachen/Nordkreis. Günter Maaßen ist sauer, stinksauer. Der Schulleiter der Alkuin-Realschule unweit der Krefelder Straße sieht den Ruf und damit die Zukunft seiner Schule massiv gefährdet.

Anlass der Aufregung: Als CDU, SPD und Grüne am Mittwoch ihren Antrag auf Einrichtung einer vierten Gesamtschule am Kronenberg und die Schließung von drei der sechs Hauptschulen in Aachen vorstellten, da war ein Aspekt auch die „Anpassung des Realschulangebots”.

Dass man auch über die Realschulen reden will, findet Günter Maaßen nachvollziehbar. Was er nicht akzeptieren will, sind die Aussagen der Politik, die Alkuin-Realschule habe von den Aachener Realschulen die größten Schwierigkeiten, und außerdem komme ein Großteil an Schülern von außerhalb.

„Hier wird der Schule ein Schaden zugefügt, der wird kaum gutzumachen sein”, sagt Maaßen. „Will man unsere Schule plattmachen?” Täglich fragten besorgte Eltern fragten an, ob die Schule denn jetzt zugemacht würde.

Gestern saß er mit Konrektor Rainer Wennekamp und den Spitzen der Schulpflegschaft zusammen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Denn auch Schulpflegschaftsvorsitzender Ralf Niewöhner und seine Stellvertreterin Gesine Breuer-Väisänen sind hell empört.

Richtig ist: Die Alkuin-Realschule, einzige Aufbaurealschule und bis jetzt auch einzige Ganztagsrealschule, ist mit aktuell 401 Schülern Aachens kleinste Realschule. Aber, betont Maaßen, die Schule sei auf Wachstumskurs. Erstmals seit zehn Jahren werden wieder drei Eingangsklassen gebildet. „Und in der Jahrgangsstufe 8 haben wir wegen der vielen Seiteneinsteiger eine zusätzliche Klasse einrichten müssen.”

In der Tat ist die Alkuinschule nicht nur in Aachen beliebt. Rund ein Drittel der Schüler kommt von außerhalb, 90 Kinder aus Würselen, rund 50 aus Herzogenrath. „Die Schule kann Vorreiter sein für das Schulsystem in der Städteregion”, sagt Maaßen, „warum sollte das den Aachenern ein Dorn im Auge sein?”

Noch vor dem Wochenende hat Günter Maaßen einen Elternbrief verfasst, um die verunsicherten Mütter und Väter zu beruhigen. „Und wir werden an allen Fronten für unserer Schule kämpfen”, kündigt er an.

Die stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende, Gesine Breuer-Väisänen, ist auch CDU-Stadtverordnete in Würselen. Sie hat Verwaltung und CDU-Fraktion in Würselen auf die Sorgen der Alkuinschule aufmerksam gemacht.

Sie ist sicher: Dort ist das Interesse groß, dass die Alkuinschule erhalten bleibt. Auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist über die Sorgen der Schule informiert. Und auch die Landeselternschaft der Realschulen in NRW werde sich einschalten, kündigt der Schulleiter an.
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