Aktionsgemeinschaft stellt die Weichen für 2014

Von: Karl Stüber
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Ein großer Erfolg der Aktionsgemeinschaft Alsdorf: Das „Phantastische Wintermärchen“, der Weihnachtsmarkt rund um die Burg, hat erneut etliche Besucher angezogen. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Das „Phantastische Wintermärchen“, der Weihnachtsmarkt an der Alsdorfer Burg, hat dem Organisator, der Aktionsgemeinschaft Alsdorf, einen Besucherrekord beschert – trotz Sturm-Tief „Xaver“, wie Vorsitzender Toni Klein bei der Jahreshauptversammlung berichtete. Engagement lohnt sich also. 90 Mitglieder zählt diese Vereinigung von Gewerbetreibenden in Alsdorf. Gut 20 fanden sich jetzt in der Remise der Burg ein, um die Weichen für das Jahr 2014 zu stellen.

 Denn die Geschäftsleute wissen, dass der Erfolg, der Umsatz und hoffentlich auch angemessener Gewinn hart erarbeitet sein wollen. Schön wär’s, wenn von den Mitgliedern auch mehr aktiv werden würden und die rege Vereinigung mehr Zulauf hätte, wünscht sich Vorsitzender Klein. Verdient hätte es diese Aktionsgemeinschaft.

Letzte Daten nachliefern

Wichtige Weichen für die Arbeit im kommenden Jahr wurden bei der Versammlung gestellt. Nachdem in akribischer Kleinarbeit bis auf wenige noch nachzuliefernde Daten bis 1996 rückwirkend die notwendigen Dokumente für die jeweilige Vorstandszusammensetzung rekonstruiert werden konnte, dürfte das zuständige Gericht den Weg frei machen zur Fusion mit dem ehemaligen Förderverein Stadtmarketing Alsdorf, der bereits den neuen gemeinsamen Namen Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf trägt und auch über eine mit dem Finanzamt abgestimmte Satzung verfügt.

Dafür, so Klein, wird noch eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf der formal die Auflösung der Aktionsgemeinschaft besiegelt werden muss, deren Mitglieder dann in den bereits umbenannten Stadtmarketing-Verein Aufnahme finden. Gemeinsam will man stark sein – auch mit Blick darauf, dass es immer schwieriger wird, Aktive zu finden, die die Arbeit stemmen, von der viele andere profitieren. „Ohne unsere Sponsoren wäre das nicht gegangen“, zollt Klein Lob für bisherige Unterstützung und hofft auf weitere.

Mitgliedsbeiträge staffeln

„Wir wollen unsere bewährten Veranstaltungen weiter anbieten und zusätzlich Highlights setzen können“, sagte der Vorsitzende. Abgestimmt wird mit den Mitgliedern die angestrebte Staffelung der Mitgliedsbeiträge, eine Neuerung. Damit will man den unterschiedlich aufgestellten Mitgliedern (Einzelpersonen, Vereine, größere und kleiner Firmen) gerecht werden.

Und wann wird die Fusion nun vollzogen? Wahrscheinlich nach der Geburtstagsfeier der guten alten Aktionsgemeinschaft, aber rechtzeitig zum Europafest im September nächsten Jahres, bei dem es auch um das Thema verkaufsoffene Sonntage geht. Keine einfache Sache. Gesetzt ist der 11. Mai im Rahmen des Frühlingsfestes, obwohl an dem Datum Muttertag ist, aber weil dann die zuvor beim „Bend“ und in Düren gebundenen Schausteller die bewährte Kirmes in Alsdorf beschicken können.

„Die einen leben von den anderen“, beschrieb Klein die damit verbundene Frequenz von Besuchern und Kunden. Festgezurrt, das heißt der Stadt anzumelden, ist der 14. September im Rahmen des besagten Europafestes. Über die zwei weiteren gesetzlich möglichen verkaufsoffenen Sonntage wurde intensiv diskutiert. Aus Sicht der organisierten Kaufmannschaft hat sich der „Tag der Karnevals“ nicht bewährt. Wünschenswert wäre es, wenn das Festkomitee erst an diesem Tag enthüllt, wer Prinz ist, und die Veranstaltung in die Zeit der Geschäftsöffnung, also nicht vor 13 Uhr, legen würde, hieß es.

Keine „Aktua“ mehr

Aber können sich die Karnevalisten darauf einlassen? Lässt sich die Entscheidung, wer das närrische Zepter schwingt, so lange zurückhalten? Was könnte die Alternative sein? Ein Weinfest? Ein Erntedankfest? Ein Sonntag im Sommer? Was soll da der Aufhänger sein? Notfalls will die Aktionsgemeinschaft auf einen von vier möglichen verkaufsoffenen Sonntag verzichten, bevor der ein Flop wird. Klar hingegen ist Nummer drei in der Adventszeit. Dabei fiel die Wahl auf die erste brennende Kerze mit gewünschtem Nebeneffekt, dass dann auch der Weihnachtsmarkt an der Burg läuft.

Kein Konkurrent, wurde in der Jahreshauptversammlung entschieden, sondern eine Ergänzung, verknüpft mit einem Shuttle-Service. Definitiv wird es im nächsten Jahr keine Neuauflage der „Alsdorfer Kundentage“ (Akuta) in der Stadthalle geben, schloss Vorsitzender Klein angesichts schwindender Teilnahme von einheimischen Anbietern und zurückgehenden Zuspruchs von Kunden aus. Gespräche mit Verwaltung und mit Politik hat es über die sehnlich gewünschte Verlegung des Wochenmarktes von „hinterm Kaufland“ auf den zentralen und gut einsehbaren Denkmalplatz gegeben, berichtete Klein. „Wir werden sehen, was daraus in 2014 wird.“ Viele Externe, die derzeit Alsdorf besuchen oder queren, bekämen gar nicht mit, „dass wir überhaupt einen Wochenmarkt haben“.

Blieb noch ein Thema zu beackern: Öffnungszeiten des Handels. Toni Klein hat sich auf den Weg gemacht und im Umfeld des Denkmalplatzes eine Stichprobe bei sieben Geschäften gemacht. Das Ergebnis: Es gibt keine Übereinstimmung der Öffnungszeiten. „Da sollten sich alle Händler an die eigene Nase fassen“, meinte Klein. „Ich finde das aus Sicht der Kunden grausam!“ Dabei würde es sich lohnen, eine Vereinheitlichung herbeizuführen, hieß es aus Reihen der Mitgliedschaft. Das Argument: Viele Auswärtige kommen nach Alsdorf, um ihre Angehörigen bei Arztbesuchen in der Innenstadt zu begleiten. Die Wartezeit wird nicht selten mit einem Einkaufsbummel überbrückt. Schön, wenn dann auch die entsprechenden Geschäfte sicher, einheitlich und planbar geöffnet hätten . . .

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