Herzogenrath - Aktion „Autofasten”: Auf manche Fahrten bewusst verzichten

Aktion „Autofasten”: Auf manche Fahrten bewusst verzichten

Von: eli
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Setzen sich für einen bewusst
Setzen sich für einen bewussteren Umgang mit dem Auto ein: Pia Anderer (DORV-Laden), Denys-Benjamin Alt (ADFC), Stephan Miethke (Diözesanrat), Wilfried Hammers (DORV-Laden) und Günter Barten (Projektorganisation Regionale Oelpflanzennutzung) (v.l.). Foto: E. Zander

Herzogenrath. Es ist keine Kampagne gegen das Auto. Vielmehr wollen sich die Initiatoren für einen bewussteren Umgang mit dem motorisierten Fahruntersatz einsetzen. „Denn manche Fahrten, etwa die morgens zum Bäcker, könnten eingestellt werden”, meint Stephan Miethke vom Diözesanrat des Bistums Aachen und verweist auf die Alternativen per Pedes oder Fahrrad.

Die Aktion „Autofasten”, die noch bis zum 19. April läuft, ist seit 14 Jahren eine Initiative der Kirchen im Südwesten Deutschlands und in Luxemburg und steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Harry Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW; seit zwei Jahren engagieren sich auch die katholischen Kirchen im Bistum Aachen.

Für sich persönlich einen Weg finden, Kraftstoff sparend zu leben und ursprüngliche Autofahrten mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen, sind Denkanstöße, die Stephan Miethke auch in Herzogenrath gerne gibt. Dort hatten die Betreiber des in Pannesheide befindlichen Dorv (Dienstleistung Ortsnahe RundumVersorgung) -Ladens zu einem Werkstattgespräch eingeladen. Unterstützt wurden sie von Günter Barten von Projektorganisation Regionale Oelpflanzennutzung (P.R.O. e.V.) (Regio Öl) und Denys-Benjamin Alt vom ADFC-Kreisverband Aachen (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club).

Dass gerade der Dorv-Laden ein angemessener Ort ist, um auf die Aktion aufmerksam zu machen, liegt für Wilfried Hammers auf der Hand: „Wir stärken mit unserem Angebot die ortsnahe Versorgung in Außenbezirken und auf dem Land. So werden Fahrten mit dem Auto zum Supermarkt auch überflüssig.” Und für jene, die nicht mehr zu Fuß in den Laden kommen können, steht ein Fahrradkurier bereit, um die gewünschten Lebensmittel zu liefern.

Der ist zwar noch nicht motorisiert, aber jene, die sich für ein solches „Pedelec” (Pedal Electric Cycle) interessieren, waren bei Denys-Benjamin Alt gut aufgehoben. „Ob sich eine Anschaffung lohnt, hängt individuell vom Kunden ab”, erklärt er. Verschiedene Bedienkonzepte, Motoren, Akkus und Arten, etwa Trekking, City- oder Mountainbikes, lassen eine breite Auswahl zu.

Aber eines ist für Denys-Benjamin Alt klar: „Pedelecs sind nicht nur Fortbewegungsmittel für ältere Menschen.” Er selbst fahre im Jahr etwa 10.000 Kilometer mit dem motorisierten aber umweltfreundlichen Untersatz. Ob es direkt die gänzliche Aufgabe der Nutzung des Kraftfahrzeuges sein muss? „Nein”, sagt Stephan Miethke. Man wolle nicht das Auto schlecht machen. Aber der bewusstere Umgang mit dem Luxusartikel sei empfehlenswert. „Und Autofasten kann man das ganze Jahr über. Dazu muss ich nur überlegen, ob ich für die vor mir liegende Strecke nicht eine gute Alternative finden kann.”

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