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Aktion „72 Stunden”: Mit vereinten Kräften die Welt verbessern

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Nägel mit Köpfen machen: Die ersten Teams im Nordkreis haben bereits Pläne geschmiedet und machen bei der Aktion „72 Stunden” mit. Weitere Helfer sind willkommen. Foto: S. Johnen

Nordkreis. Das Ziel, die Welt ein Stück besser zu machen, darf ehrgeizig genannt werden. Und der Zeitrahmen ist entsprechend knapp: 72 Stunden stehen zur Verfügung. Das geht nicht, glauben Sie? Geht doch, sagen die Planer von „72 Stunden”, der Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.

Dafür, so lautet der Plan, krempeln 100.000 Jugendliche in sieben Bundesländern und 14 Bistümern ein Wochenende lang im Mai die Ärmel hoch. Gemeinsam sollen tausende selber entwickelte soziale, politische oder ökonomische Projekte in Angriff genommen werden. Auch im Nordkreis.

Die Idee hinter der Aktion: „Kinder und Jugendliche engagieren sich sozial und praktizieren damit ein Stück Gegenliebe”, erklärt Martin Pier, Jugendbeauftragter des Bistums für die Region Aachen-Land. Gemeinsam mit Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, Pfarrer Dr. Guido Rodheudt und zahlreichen Jugendlichen startete Pier einen Countdown, der im Herzogenrather Rathaus die verbleibende Zeit herunterzählt, bis am 7. Mai die Aktion startet.

1500 Anmeldungen im Bistum

Bislang sind über 1500 Kinder und Jugendliche im Bistum Aachen angemeldet, knapp 200 davon kommen das der Region Aachen-Land. Die Organisatoren rechnen damit, dass noch weitere Gruppen mitmachen.

Helfende Hände und Ideen sind jederzeit willkommen. Die wichtigste Regel bei allen Projekten lautet: Der Einsatz für andere steht im Vordergrund.

Für die 15-jährige Irene ist die Teilnahme Ehrensache. „Wir wollen den Abenteuerspielplatz in Herzogenrath aufmöbeln”, sagt sie. Ihre Gruppe wurde von Jugendamt und dem katholischen Jugendzentrum „Hot” gegründet und erhielt von Bürgermeister und Pfarrer symbolisch 100 Nägel Startausrüstung.

Baumaterial, Unterstützung und Verpflegung müssen die Jugendlichen nämlich selber organisieren. „Wir machen uns jetzt auf die Suche nach Sponsoren”, sagen die angehenden Spielplatzbauer.

„Die Aktionsgruppen werden im Mai an vielen Orten um Unterstützung bitten. Dann ist es wichtig, dass sie bei Firmen, Einrichtungen und Privatleuten auf offene Ohren treffen und Hilfe erfahren”, warben Martin Pier, Bürgermeister von den Driesch und Pfarrer Rodheudt um Unterstützung. So könne das Engagement der Kinder für die Gesellschaft honoriert werden.

Der Reiz der Aktion für die Teilnehmer sei es, dass sie ihre Kooperationsfähigkeit, ihre Flexibilität und ihre Kreativität erproben und unter Beweis stellen können. Egal, ob sie dabei einen Spielplatz verschönern, ein Benefizkonzert organisieren oder einen Nachmittag im Altenheim gestalten.

„So zeigen wir auch, dass wir uns an vielen Stellen einbringen”, sagt die 22-jährige Karin von der Malteser-Jugend aus Setterich. Ihre Gruppe will den Gartenzaun eines Kindergartens verschönern.

Die Kajak-AG der Gesamtschule Herzogenrath hat sich ebenfalls angemeldet und will einen Abschnitt der Wurm säubern. Sportlich wird es bei der KJG Baesweiler, die plant, ein Beachvolleyball-Turnier für Jugendliche auf die Beine zu stellen.

„Wir nehmen die Dinge selber in die Hand, wir tun etwas. Wir zeigen, was wir können”, spricht Karin wohl allen Aktionsteilnehmern aus den Herzen. Viel zu oft hatten Jugendliche mit einem schlechten Ruf zu kämpfen. Auch daran soll die Aktion „72 Stunden” etwas ändern.

Das Ziel, die Welt ein Stück zu verbessern, ist ehrgeizig. An Selbstbewusstsein fehlt es den Jugendlichen nicht, das zeigt der Blick aufs Motto. Es lautet: „Uns schickt der Himmel.”
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