Herzogenrath - Adolfpreis für Marga Wolthuis

Adolfpreis für Marga Wolthuis

Von: (b)
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Ausgezeichnet: Dr. Joachim Helbig (l.), Vorsitzender des Vereins Bergbaudenkmal Adolf, überreichte den Adolf-Preis 2010 an Marga Wolthuis. Vize-Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk (r.) und Pfarrerin Renate Fischer-Bausch hielten ein Modell der Baalsbrugger Mühle in Händen. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Mit der Mettenschicht hat der Verein „Bergbaudenkmal Adolf” Merkstein den Abschluss eines mit vielen Aktivitäten verbundenen Jahres gefeiert. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Merkstein bestand die Mettenschicht aus einem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche und einem Empfang im Gemeindesaal.

Höhepunkt war hierbei die Verleihung des seit 1994 vergebenen Adolf-Preises an die holländische Referentin Marga Wolthuis von der „Watermill Foundation” zum Erhalt der Baalsbrugger Mühle auf der niederländischen Seite der Wurm gegenüber dem Merksteiner Ortsteil Worm.

Mettenschicht wurde von den Bergleuten früher die letzte Schicht vor dem Weihnachtsfest genannt, die mit einem Gottesdienst und einem Festschmaus mit „Bescherung” gestaltet wurde. Auch in diesem Jahr fanden sich wieder viele ehemalige Bergleute mit ihren Angehörigen zum Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche ein, der von Pfarrerin Renate Fischer-Bausch gehalten und vom Knappenchor Sankt Barbara musikalisch umrahmt wurde. In ihrer Predigt forderte sie die Gläubigen auf, die Bergbaugeschichte für die folgenden Generationen zu pflegen und die Werte lebendig zu halten.

Zum geselligen Treffen im Gemeindesaal begrüßte Vorsitzender Dr. Hans-Joachim Helbig neben den Mitgliedern auch zahlreiche Gäste, darunter die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk. Zu Einstimmung auf die Verleihung des Adolf-Preises wurde den Besuchern ein kurzer Ausschnitt aus dem von der Preisträgerin hergestellten Film „900 Jahre Rolduc auf der Suche nach dem Land von Rode” gezeigt.

„In diesem Film haben Sie dem Bergbau in der Region einen herausragenden Platz gegeben und die Arbeit unseres Vereins gestützt”, leitete der Vorsitzende danach die Laudatio auf die neue Preisträgerin ein. Mit der Verleihung des Adolfpreises 2010 an Marga Wolthuis wolle der Verein auch ihre bisher sehr erfolgreiche Arbeit mit der „Watermill Foundation” zum Erhalt der Baalsbrugger Mühle würdigen.

„Besonders ihr Angebot, die Bedeutung der Wasserkraft für den Steinkohlenbergbau im Wurmrevier sichtbar zu machen, freut uns sehr”, hob Dr. Helbig hervor und bedankte sich für die gute grenzüberschreitende Mitarbeit der Organisation mit dem Verein Bergbaudenkmal Adolf. „Obwohl gemeinsam schon einiges erreicht wurde, bleibt noch viel zu tun. Denn die Burg Rode, das ehemalige Kloster Rolduc und die Baalsbrugger Mühle haben eine lange Geschichte, die es zu wahren und aufzuarbeiten gilt”, mahnte der Vorsitzende.

Mit der Verleihung des Adolfpreises an die neue Preisträgerin wolle der Verein ihre Unterstützung bei unserem Bemühen würdigen, die Erinnerung an den Steinkohlenbergbau im Wurmrevier wachzuhalten, betonte Helbig. Unter dem Beifall der Besucher nahm Marga Wolthuis aus der Hand des Vorsitzenden den Adolfpreis entgegen, der in einem schmucken Glasquader eine dreidimensional eingelaserte Bergmannsfigur zeigt.

Über die Grenze hinweg

Als erste Gratulantin war Vize-Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk zur Stelle. „Mit Bewunderung verfolge ich die engagierte Arbeit von Marga Wolthuis, die für die Weitergabe des kulturellen Erbes unserer Region bereits viel getan hat”, würdigte sie das Wirken der aus Groningen stammenden Preisträgerin. Mit einem Geldpräsent an den Vorsitzenden bedankte sich die Bürgermeisterin im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt für den Einsatz des Vereins zur Erhaltung der Bergbautradition Merkstein.

In ihrem Dankeswort betonte auch die neue Preisträgerin die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den beiden Städten Kerkrade und Herzogenrath sowie dem Verein Bergbaudenkmal Adolf bei der Sanierung der Baalsbrugger Mühle, die bereits auf einem guten Weg sei, aber noch viel Arbeit erfordere.

Die Feier wurde mit Liedern des Knappenchores Sankt Barbara Alsdorf unter der Leitung von Franz-Josef Palm begleitet.
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