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ADAC-Experte Wolf Peterhänsel berät Autofahrer „50 plus”

Von: jk
Letzte Aktualisierung:
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Ein Fachmann, der weiß, wovon er spricht: ADAC-Verkehrsmoderator Wolf Peterhänsel gibt Autofahrern der älteren Generation seit vielen Jahren wichtige Tipps. Foto: jk

Nordkreis. Was tun bei Eis und Schnee, wenn man auf den eigenen fahrbaren Untersatz nicht verzichten will? ADAC-Verkehrsmoderator Wolf Peterhänsel aus Würselen brachte nun das Thema trotz milder Temperaturen auf den Tisch - bei seiner Veranstaltung für Verkehrsteilnehmer „50 plus” im Haus der AWO an der Kohlscheider Klosterstraße.

Die Devise: Wenn es frisch geschneit hat, muss die weiße Last vom Autodach runter, bevor man losfährt. Alle Fensterscheiben, Lampen und Spiegel müssen komplett schnee- und eisfrei gemacht werden. Und wohin überhaupt mit den Schneebergen vom Gehsteig, wenn man einen Teil sowieso schon auf Nachbars Grundstück abgeladen hat? An den Fahrbahnrand jedenfalls nicht, denn die Fahrbahn zu verengen, das ist untersagt. Zudem: Beim Parken nicht die Handbremse anziehen, den Motor nicht im Stand laufen lassen und viele weitere Tipps für die kalte Jahreszeit hatte der Experte für die elf Teilnehmer auf Lager.

Gefährliche Situationen

Peterhänsel erkundigt sich, was seine nicht mehr ganz jungen Kraftfahrzeuglenker wissen oder besser gesagt eventuell nicht wissen. Wie lange gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung? Bis zur nächsten Straßenkreuzung? Mitnichten, erst, wenn ein Auflösungsschild da war oder wenn die Begrenzung konkret in Metern angegeben wurde. Wann darf oder muss man die Nebelscheinwerfer einschalten? Ist den Teilnehmern klar, dass der Katalysator erst bei Betriebstemperatur des Motors funktioniert und dass dies sicherlich nicht nach vier Kilometern Fahrt der Fall ist? Deshalb: kleinere Strecken besser zu Fuß zurücklegen, rät Peterhänsel.

Umweltfreundliches Fahrverhalten ist für ihn neben der Verkehrssicherheit ein großes Anliegen. Sein eigener Pkw brauche nur 3,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer, verrät er. Und übrigens: „Wir sind uns doch einig, dass wir uns in unserem Alter nicht hetzen lassen müssen?” Langsam fahren ist Peterhänsels Devise, vor allem in gefährlichen Situationen. Wenn zum Beispiel im Winter die Sonne tief steht und man fast nichts sieht. Apropos Sehen: Die Auflagen sind streng, sagt er den Kursteilnehmern. Mindestens 70 Prozent Sehkraft auf jedem Auge werden gefordert. „Gehen Sie jedes Jahr zum Augenarzt!” In Sachen künstliche Augenlinsen konnten sich einige Teilnehmer schon untereinander austauschen.

Eine gesunde Lebensweise legt Peterhänsel seinen Zuhörern ebenfalls ans Herz, denn er wünscht sich: „Sie sollen Ihre Mobilität und Unabhängigkeit im Alter genießen.” Peterhänsel selbst wird in Kürze 72 Jahre alt und veranstaltet in der Region seit 18 Jahren für den ADAC-Verkehrssicherheitskreis NRW ehrenamtlich Trainings für Jung und Alt. 1350 Veranstaltungen hat der ehemalige Fahrlehrer schon geleitet, und 1500 Kurse sind sein Ziel. „Mir geht es um die Sache, die Sicherheit im Straßenverkehr steht im Vordergrund”, beschreibt er seine Motivation. Die „Ü-50-Gruppe” der Führerscheininhaber sei eigentlich nicht problematisch. Nur die über 75-Jährigen seien im Fall eines Unfalls zu 75 Prozent die Verursacher. Wolf Peterhänsel: „Aber wir müssen differenziert hinschauen, die Menschen sind sehr unterschiedlich. 80 ist nicht 80.”
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