Herzogenrath - Actiongirls und Super-Köche im Bürgerhaus

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Actiongirls und Super-Köche im Bürgerhaus

Von: Mona Brühl
Letzte Aktualisierung:
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Farbkleckse: Nicht nur ihrer Kreativität ließen die Mädchen freien Lauf.
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Hauptsache laut: Mit Hammer und Säge gestalteten die Jungen ein großes Bild. Foto: Mona Brühl

Herzogenrath. Emilia Börner ist ein echtes „Actiongirl“. Sie zeigte sich begeistert von den „Sachen, die man nicht Zuhause macht“. Die Neunjährige besuchte schon zum zweiten Mal den Mädchentag und lobte besonders die selbstgebastelten Freundschaftsarmbänder, welche die Mädchen mit nach Hause nehmen durften.

Sie war, wie die meisten anderen, mit einer Freundin gekommen und verbrachte den Tag mit Basteln und Toben.

Beim Mädchentag und dem darauffolgenden Jungentag im Bürgerhaus Kohlscheid ging es bunt und fröhlich zu. Fernab von Alltag und Geschlechterklischees sollten den Kindern von acht bis 14 Jahren der Stadt Herzogenrath auch in diesem Jahr wieder Action und Spaß geboten werden. Der Mädchentag, den etwa 120 Mädchen besuchten, wurde zum vollen Erfolg für alle Teilnehmer. Unter dem Motto „zauberhaft und frech“ gab es viele verschiedene Workshops, die den Mädchen eine breite Palette an Angeboten bot.

Weibsbilder

So konnten sie zum Beispiel in dem Workshop „Weibsbilder“ Selbstporträts anfertigen oder sich bei den „Actiongirls“ einmal richtig austoben. „Der Tag soll ein Highlight für die Kinder sein, ohne dass sie in eine Ecke gedrängt werden“, erklärte Birgit Kuballa, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herzogenrath. Der Vorbildcharakter sei an diesem Tag besonders wichtig. Deshalb seien auch am Mädchentag ausschließlich Frauen und am Jungentag nur Männern anwesend. Klischees gab es keine und so konnten die Mädchen beim Laubsägen ihr Talent im Handwerken testen oder die Jungen ihre Leidenschaft für das Kochen entdecken. Die Kinder bekamen die Möglichkeit in fünf Stunden Vieles auszuprobieren und ohne ihre Eltern „mal im Mittelpunkt zu stehen“, erzählte Kuballa. Die Mädchen konnten sich allerdings nicht nur in verschiedenen Bereichen ausprobieren, sondern auch Einiges lernen. Beim Workshop „Mutspiele“ lernten sie sich in Stresssituationen selbst zu verteidigen.

Bei der Abschlussvorführung am Ende des Tages konnten die Mädchen eine halbe Stunde ihre Werke und ihr Gelerntes vor den anderen Mädchen präsentieren. „Die Vorführung stößt jedes Jahr bei Allen auf Begeisterung, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum“, erzählte Birgit Kuballa.

Voller Energie

Der Jungentag, der mit circa 105 Teilnehmern ebenso begeisterten Andrang fand wie der Mädchentag, war besonders energiegeladen. Eröffnet wurde der Tag von Bürgermeister Christoph von den Driesch, der den Jungen viel Spaß wünschte. Beim „Raketenbau“ konnten die Jungen aus Flaschen ihre eigenen kleinen Raketen bauen oder beim „Kisten klettern“ ihren Mut unter Beweis stellen. Im Workshop „Selbstverteidigung“ lernten sie, sich selbst zu behaupten und sich in Konfliktsituationen wie zum Beispiel Mobbing zur Wehr zu setzen.

Für Christian Stankewitz aus dem Team Jugendarbeit war die Anwesenheit der Männer besonders wichtig. Sie fungierten als Vorbilder und „Versorger“. „Die Jungs sollen sehen, dass Mann sich auch kümmern kann“ schmunzelte er. Und so wurde die Verpflegung ebenfalls nur von männlichen Mitarbeitern der „Fördergemeinschaft Merksteiner Jugend“ übernommen.

Das Team Jugendarbeit organisierte den Mädchentag bereits zum 18. und den Jungentag zum neunten Mal. Stankewitz begleitet den jährlichen Jungentag seit dessen Beginn und trotz des „Haufen Arbeit“ mache es viel Spaß.

Auch der neunjährige Kazim Taskin beschrieb den Jungentag als „super cool“. Mit seinen Kumpels tobte er durch den Flur. Am Tollsten fand er den Raketenbau. „Den gab es letztes Jahr nicht“. Mit einem Lächeln sagte er, dass er nächstes Jahr auf jeden Fall wieder komme.

Ruhige Momente schaffen

Doch bei allem Trubel seien die ruhigen Momente ebenso wichtig, erklärte Birgit Kuballa. Deshalb lud die „Oase der Ruhe“ an beiden Tagen zum Relaxen ein und das Mädchen- und Jungencafé verströmte den Duft von frisch gebackenen Waffeln.

Christian Stangewitz lobte abschließend das große Engagement der ehrenamtlichen Helfer, die den Großteil der Mitwirkenden ausmachten. „Das ist nicht selbstverständlich heutzutage.“

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