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A-cappella-Band „Basta“ macht in Alsdorfer Stadthalle Station

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Fünf Jungs mit Schalk im Nacken: Die Band „Basta“ mit Sänger William Wahl (l.). Foto: Axel Schulten

Alsdorf. Spaß machen, das wollen die fünf Jungs. Und dabei noch gut klingen. In der A-cappella-Szene sind „Basta“ aus Köln längst eine große Hausnummer. Jetzt liefern sie unter dem Titel „Domino“ ein neues Album und eine neue Show. Darüber spricht „Basta“-Mitgründer William Wahl vor dem Auftritt in der Alsdorfer Stadthalle.

Viele in Ihrer Gruppe spielen auch Instrumente. War trotzdem immer klar, dass „Basta“ eine reine A-cappella-Gruppe bleiben wird?

Wahl: Ja. Diese Art Gesang ist etwas, an dem wir schon immer großen Spaß hatten. Wir sind über die Straßenmusik daran gekommen und haben entdeckt, dass man auch ohne Instrumente richtig gute Songs schreiben kann.

Weil man beim A-Cappella-Gesang mehr Humor reinpacken kann?

Wahl: Auch das. Ein guter Schuss Unterhaltung muss immer rein. Ohne das kann man sich diese Art Musik gar nicht mehr vorstellen. Viel Humor, launige Moderationen – das erwartet das Publikum, und das liefern wir gerne. Macht uns selbst ja auch Spaß.

Sind am Ende die Comedian Harmonists daran schuld, dass A cappella hierzulande nicht ohne Witz funktioniert?

Wahl: Gute Frage. Das ist ja auch schon sehr lange her. Aber als große Vorbilder stehen die vermutlich immer im Hintergrund. Wenn ich mich aber als junger Mensch entscheide, A cappella zu machen, ist klar, dass ich das Publikum nicht über Druck oder Lautstärke erreiche. Dann muss ich das eben über den Humor machen.

Sie veröffentlichen eine CD, in die sie drei Jahre Vorbereitung investiert haben. Lohnt sich die Mühe heutzutage überhaupt noch? Die Umsätze geben dass doch gar nicht mehr her.

Wahl: Bei uns schon. Während der Markt langsam in die Knie geht, sind unsere Alben durchaus gefragt. Es gibt viele Fans, die sie zum Beispiel bei Konzerten kaufen, die die Musik gern mit nach Hause nehmen wollen. Wir haben uns in unserer Nische ganz gut etabliert, kann man sagen. Bei uns ist der Arbeitsprozess ja auch ein anderer. Normalerweise produziert eine Band ihre Songs und überlegt dann, wie sie die am besten auf die Bühne bringen kann. Wir entwickeln immer erst ein Bühnenprogramm, und nehmen dann die CD auf. Insofern steckt in der eigentlichen Aufnahme also vergleichsweise wenig Arbeit.

Der charmante Jungmännerhaufen mit Schalk und schönen Stimmen – wie lange kann man das machen?

Wahl: Das werden wir sehen. Mit 20 hab‘ ich gedacht, dass ich spätestens mit 30 Jahren keine Lust mehr haben werde. Jetzt bin ich 41 – und es macht immer noch riesigen Spaß. Wir werden einfach mal schauen, wie lange wir unseren jugendlichen Schwung noch konservieren können. Ein wenig reifer sind wir aber schon geworden, ist ja klar.

Ist dann irgendwann auch Platz für Politik in ihren Songs?

Wahl: Eher nicht. Das ist schwer zu schreiben, und das kommt auch ziemlich schnell mit erhobenem Zeigefinger daher. Das passt nicht so zu uns.

Wie sieht es mit Vorbildern aus?

Wahl: Die gibt es eigentlich nicht. Eher ein paar, die uns inspiriert haben. Die Prinzen waren zum Beispiel eine Gruppe, die uns beeinflusst hat, als wir angefangen haben. Es ist jetzt gar nicht mal so, dass wir deren Songs so richtig toll finden. Aber die haben eindrucksvoll bewiesen, dass man Pop machen kann und dabei auch lustig ist. Da sind wir dann wieder beim Thema – lustig zu sein ist eben einfach unser Ding.

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