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72-Stunden-Aktion: Messdiener entrümpeln staubigen Schuppen

Von: te
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Die Fühlstraße: Die Leiterinnen Anja Weitzel (rechts) und Leonie Krumbach (Mitte) sowie Felix Janssens zeigen das Ergebnis der 72-Stunden-Aktion auf dem Kindergartengelände St. Katharina, Kohlscheid.

Herzogenrath. Da machen die Kinder des katholischen Kindergartens St. Katharina in Kohlscheid Augen. Im Zuge der 72-Stunden-Aktion (wir berichteten) haben die Messdiener der Gemeinde St. Katharina das Außengelände des benachbarten Kindergartens in Schuss gebracht.

Für die Messdiener, die bereits vor vier Jahren dem Personal im Betreuungszentrum Arche Noah in Kohlscheid unter die Arme gegriffen hatten, war sofort klar, auch in diesem Jahr wieder an der Aktion teilzunehmen.

Daraufhin hatte Pfarrer Michael Datené den Kontakt zum Kindergarten hergestellt. „Wir möchten mit unserer Hilfe dem Kindergarten unsere Dankbarkeit darüber zeigen, dass wir bei schönem Wetter unsere Messdienerstunden auf dem Kindergartengelände abhalten können“, betonte Messdienerleiterin Larissa Knops. „Außerdem möchten wir mit den Vorurteilen gegenüber unserer Generation aufräumen. Wir beweisen, dass wir anders sind als man uns immer nachsagt“, sagte Messdienerin Katrin Goldbach.

Der Kreativität der Aktionsgruppe wurde dabei freien Lauf gelassen. Die Erfahrungen, die die Messdiener tags zuvor bereits beim Engagement in der Brander Kindertagesstätte Albert-Maas-Straße gemacht hatten, taten ihr Übriges. So wurde auf dem Außengelände des Brander Kindergartens ein Flüsterrohr installiert, über das bis zu drei Kinder gleichzeitig kommunizieren können.

Da dieses einen so guten Eindruck bei den Messdienern hinterließ, besorgten sie kurzerhand Rohre, um im Kohlscheider Kindergarten ebenfalls ein solches Modell zu errichten. Einige Handgriffe später waren die Rohre mit Schnüren an den Bäumen befestigt und dem ersten Härtetest stand nichts mehr im Wege.

Außerdem stand das Aufräumen und Putzen des „Kindergarten-Schuppens“ auf dem Programm. „Alles im Schuppen war unheimlich staubig, egal ob Sandförmchen oder Fahrzeuge wie Dreiräder, Roller und Autos. Deswegen war es manchmal schon etwas eklig. Trotzdem hat es uns allen Spaß gemacht“, betonte Messdienerin Christina Wienands. Anschließend wurden Parkbuchten errichtet, damit die Kinder in Zukunft ihren Eltern das Einparken vielleicht sogar vormachen können.

Dass die Kindergartenkinder die neu renovierten Fahrzeuge mitsamt den Parkbuchten schon bald lieben werden, steht außer Frage, hatten schließlich schon die Messdienerleiter ihre Probleme, die Kleinsten ihrer Aktionsgruppe nach einer kleinen Verschnaufpause von den Fahrzeugen zu trennen, um das Außengelände weiter zu verschönern.

Außerdem beherbergt der Hof des Kindergartens nun eine „Fühlstraße“. Zunächst wurde an der dafür vorgesehenen Stelle der Rasen abgehoben. Anschließend legten die Messdiener Holzpfähle, die sie im Vorhinein zurechtgesägt hatten, als Rahmen in die dafür ausgehobenen Löcher.

Danach machten sie sich auf die Suche nach verschiedenen Materialien, die die Kindergartenkinder erfühlen sollen, wenn sie barfuß über den Pfad hinweggehen. Schnell waren Steine, Tannenzapfen und Sand gefunden und in drei der fünf Felder gefüllt. Allerdings ließen auch die weiteren Materialien nicht lange auf sich warten: getrocknete Tannennadeln und Moos aus dem Garten des Pfarrers Datené.

Für das leibliche Wohl sorgten die Messdiener selbst. Selbst gebackene Waffeln, Kuchen und Muffins legten den Grundstein dafür, dass alle die Arbeiten problemlos abschließen konnten. Bei der gemeinsamen Übernachtung im Jugendheim der Gemeinde St. Katharina war es dann allen Teilnehmer möglich, die vergangenen Tage mit anderen Helfern Revue passieren zu lassen und sich vielleicht schon für die nächste Aktion zu verabreden.

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