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23-Jährige Amerikanerin unterstützt Baesweiler Gymnasium

Von: lo
Letzte Aktualisierung:
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Neugierig auf die „Neue Welt”: Die Schüler, wie hier eine 7. Klasse, wollen von Julie Sours erfahren, wie es in den USA zugeht. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Als Touristin auffallen? Das will Julie Sours wirklich nicht. „Eigentlich”, erzählt die junge Amerikanerin, „dachte ich ja nicht, dass ich besonders amerikanisch aussehe. Doch auf der Straße haben mich alle Menschen immer auf Englisch angesprochen, bis ich endlich gemerkt habe, dass ich noch einen Germany-Aufnäher auf meinem Rucksack hatte. Der ist mittlerweile ab - ich will ja nicht wie eine Touristin wirken.”

Auf der Durchreise ist die 23-Jährige aus dem amerikanischen Bundesstaat Indiana tatsächlich nicht. Seit dem September arbeitet Sours am Baesweiler Gymnasium und unterstützt dort als „Assistant Teacher” die Englischlehrer.

Als Muttersprachlerin kommt sie bei den Klassen gut an. „Ich habe schon den Eindruck, dass sich die Schüler darüber freuen, dass ich hier bin”, berichtet Sours. Dem Lernerfolg ist ihr Einsatz mit Sicherheit nicht abträglich - schließlich kann die junge Lehrerin ihren Schülern aus erster Hand erzählen, wie es in den fernen USA eigentlich so zugeht: „Deswegen habe ich auch ganz viel Material mitgebracht: Zeitungen, Speisekarten und Bücher.”

Von ihrer neuen Arbeitsstelle ist Julie Sours durchaus angetan. „Viele Leute sagen, Baesweiler sei klein, dabei ist meine Heimatstadt, Portland, mit 7000 Einwohnern noch viel kleiner”, erzählt die junge Lehrerin. Eine Wohnung hat sich die Amerikanerin dennoch in Aachen gesucht. „Die Stadt hat genau die richtige Größe, man kann viel machen und kommt trotzdem fast überall zu Fuß hin.”

Beeindruckt ist sie dabei vom deutschen Bus- und Bahnnetz: „Ich fahre jeden Morgen mit dem Bus zur Schule, und überhaupt ist das für mich völlig fremd, dass man mit dem Zug in jede größere Stadt fahren kann. In meiner Heimat ist man dafür auf sein Auto angewiesen.” Diese Möglichkeiten hat sie auch ausgiebig genutzt: Dublin, Berlin, Düsseldorf, Köln, Maastricht und Heerlen hat Julie Sours in ihrer Freizeit schon bereist.

Ein bisschen Heimweh kam dabei natürlich auch auf: „Der erste Monat war sehr schwer. Ich vermisse meine Familie natürlich, aber wir telefonieren jeden Tag per Internet und die Schule hilft mir, mich vom Heimweh abzulenken.”
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