200 Zuhörer von Kryptakonzert begeistert

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Sie bescherten den Zuhörern ein wunderbares Konzert: Josef Paffen, Kantor von St. Petrus, und die Sopranistin Sabine Klemke.

Baesweiler. Es war eine kluge Entscheidung, das Kryptakonzert in die Kirche zu verlegen. Die in Baesweiler heimische und beliebte Sopranistin Sabine Klemke gestaltete ein solistisches Konzert vor rund 200 Besuchern.

Unter dem Thema „Singet dem Herrn” geistliche Lieder und Arien von Bach bis Reger bot sich ein musikalisch vielfältiges, interessantes und sehr abwechslungsreiches Programm. Bei der Auswahl der Stücke hat sie mit ihr Gesangslehrerin Rita Frings eine glückliche Hand bewiesen.

Die Freude am Gesang begleitet das Leben der Solistin von Kindesbeinen an. Bereits mit fünf Jahren sang sie im Kinderchor von St. Petrus Baesweiler, wechselte mit zwölf in den „Jungen Chor” und singt seit ihrem 14. Lebensjahr im Kirchenchor. Irgendwann folgte sie dem Rat, ihre Stimme fachkundig ausbilden zu lassen. Das Ergebnis begeisterte erneut bei ihrem zweiten Konzert in der Reihe der Kryptakonzerte.

Spannungsgeladenes Programm

Das einstündige Konzertprogramm bestand aus vier Teilen, die in sich sehr spannungsgeladen waren und keine Langeweile aufkommen ließen.

Mit Antonin Dvoraks feierlich und erhaben gesungenem Ave Maria und zwei biblischen Liedern aus op. 99, die von böhmischer Folklore tänzerisch und übersprühend von Freude geprägt sind, zog sie die Zuhörer von Anfang an in ihren Bann.

Im zweiten Teil wechselte die Spannung von „Exspectans” aus dem Weihnachtsoratorium des französischen Spätromantikers Camille Saint-Saens über das leicht schwebende Wiegenlied von Max Reger zu Johann Sebastian Bachs Arie „Schafe können sicher weiden”. Sabine Klemke wusste die verschiedenen Charaktere der Stücke sicher, stilecht und mit leichter Stimme zu interpretieren.

Stilistisch sehr unterschiedlich

Eine Geschichte von zwei Engeln leitete thematisch in den dritten Block von himmlischem Engelsgesang über. Bellinis „Angelo di pace” stand Pate für einen italienischen Belcanto, dem sich aus dem zeitgenössischen Musical „Daniel” von Thomas Gabriel das schlichte aber sehr ausdrucksstarke Lied „Gott hat mir längst einen Engel gesandt” anschloss. Ebenso getragen und im markanten Schreitrhythmus eines dreihalben Taktes schloss der Teil mit Händels „Lascia chio pianga” aus der Oper Rinaldo.

Im letzten Gesangsblock wurde Sabine Klemke mit den verschiedenen Ausdrucksformen ihrer Stimme den stilistisch sehr unterschiedlichen Stücken gerecht. „A Chloris” von Reynaldo Hahn verlangte sowohl barocke, textlich mystische wie französisch impressionistische Merkmale zu verbinden. Dies gelang der Solistin ausgezeichnet. Im „Benedictus” aus Haydns Kleiner Orgelsolomesse ließ die Sopranistin ihr Gespür für Klassisches melodisch ausdrucksvoll, in den Höhen mit Lockerheit und unbeschwerter Leichtigkeit spüren. Den Abschluss bildete das „Agnus Dei” von Georges Bizet, eine Paraphrase aus der Larlésienne Suite, das dramatisch ausklang.

Als Begleiter an der Truhenorgel bewährte sich Josef Paffen, Kantor von St. Petrus und Organisator der Kryptakonzerte. Zwischen den Gesangsteilen spielte er Manualiter-stücke von Theodore Debois und Samuel Wesley. Der lang anhaltende Applaus bewies wie begeistert die Zuhörer vom Konzert waren. Gemeinsam schloss der Abend mit „Der Mond ist aufgegangen” im Wechsel zwischen Solistin und Besuchern.
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