Baesweiler - 120 kleine Hände trommeln gemeinsam

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120 kleine Hände trommeln gemeinsam

Von: ger
Letzte Aktualisierung:
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Konzentration und viel Spaß: Wer den Rhythmus halten will, muss ganz schön aufpassen.

Baesweiler. 120 kleine Hände schlagen auf 60 kleine Trommeln. Kann es dabei rhythmisch zugehen? Es kann. Markus Hoffmeister steht mit seiner Großen Trommel, der afrikanischen Djembe, vor den Kindern der Settericher St. Andreasgrundschule und zieht die Kleinen mit seinen Trommelgeschichten in seinen Bann.

Der Theologe, Musiker und Geschichtenerzähler singt und trommelt Geschichten über ferne Länder oder über den aufregenden Flug dorthin. Dabei können 180 Kinder der Settericher Grundschule in drei Gruppen kräftig mit trommeln. Das macht den kleinen Schülern sichtlich Spaß. Mit viel Einsatz schlagen sie auf die kleinen Djemben, die Markus Hoffmeister mitgebracht hat. Dabei folgen sie immer dem Takt der großen Trommel. Die Stücke aus Hoffmeisters „Trommelreise durch die Welt der Kulturen und Religionen” hat der Trommelerzähler selbst geschrieben. Die Lieder sind mehr als ein Ersatz für den Musikunterricht.

Hoffmeister: „Das sind orientalische, afrikanische und jüdische Geschichten zu selbstkomponierten Liedern. Da ist immer ein sozialer Aspekt dabei.” Alle seine Stücke haben eine Botschaft: Auch die Kleinen können etwas schaffen, gemeinsam seid ihr stark oder der Wert der Freundschaft waren Themen seiner kulturpädagogischen Trommelreise. So lernten die Kleinen auf spielerische Weise nicht nur die senegalesische Djembe kennen, sondern auch wichtige Dinge, die zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit beitragen.

Denn beim Trommeln müssen sie alle zusammenarbeiten. Das Lied klingt nur gut, wenn sich alle Mühe geben. So war die Trommelreise für Schulleiter Gottfried Frings eine gute Gelegenheit seinen kleinen Schützlingen etwas über Zusammenhalt beizubringen. „Die Kinder müssen eine Gemeinschaft bilden. Unsere Schule ist multikulturell”, mehr als die Hälfte der Kinder stamme aus Familien mit Migrationshintergrund. „Wir müssen den Kindern beibringen, dass Freundschaften wichtig sind. Diese Arbeit ist unser Beitrag zur Integration.” Trotz des ernsten Hintergrundes hatten bei der Trommelreise alle Kinder ihren Spaß.

Und niemand tanzte aus der Reihe. Frings: „Unsere größte Chaoten waren total begeistert. Für mich ist eine Schulstunde noch nie so schnell umgegangen.” Nach seiner Trommelreise mit den Kleinen kam Markus Hoffmeister auch ins Lehrerkollegium um den Pädagogen ein paar Rhythmen auf der Djembe beizubringen. Frings: „Wir haben eine kleine Einführung in Trommelrhythmen bekommen.”

Ausgestattet mit diesem Know-How wollen die Lehrer auch in Zukunft mit ihren Schülern Trommeln. „Vielleicht schaffen wir selber einige Trommeln an”, überlegt der begeisterte Schulleiter Gottfried Frings.
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