Herzogenrath - 100 Jahre St. Josef: Chor und Musiker eröffnen Festprogramm

100 Jahre St. Josef: Chor und Musiker eröffnen Festprogramm

Von: Nina Krüsmann
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Präsentierten verschiedene Ge
Präsentierten verschiedene Genre: Die Musikgruppe „Shpil, Klezmer, shpil” spielte in der Pfarrkirche St. Josef. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. Mit einem Doppelpack hervorragender Musikgenüsse beging die Pfarre St. Josef in Straß ihren 100-jährigen Geburtstag. Der Shalom-Chor und die fünfköpfige Musikgruppe „Shpil, Klezmer, shpil” aus Mönchengladbach gastierten in der Pfarrkirche.

Der Chor, der dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert, begeisterte unter musikalischer Begleitung mit einem Klezmer-Konzert. Der aus dem Jiddischen stammende Begriff „Klezmer” setzt sich aus den beiden hebräischen Wörtern „Kle” für Instrument und „Zemer” für Gesang zusammen.

Seit 1972 gestaltet der Shalom-Chor regelmäßig Gottesdienste mit neuem Geistlichen Liedgut, wirkt darüber hinaus mit Spirituals, Folklore, Jazz- und Popmusik bei zahlreichen Konzerten und kirchlichen Großveranstaltungen mit. Soziales Engagement pflegen die Sänger bei Auftritten in Krankenhäusern, Gefängnissen oder vor Obdachlosen. Konzertreisen führten sie in den vergangenen Jahren mehrfach nach Wien, Prag, Verona, Venedig und Weimar. Seit 2001 beschäftigen sich die Sänger unter der Leitung von Horst Couson und Johannes Goedeke intensiv mit israelischer Folklore und Klezmer-Musik.

In Roda eröffneten sie das Programm mit dem namengebenden Titel „Shpil, Klezmer, shpil”. Chor und Musikgruppe wollten die Besucher dieses Mal ausschließlich mit gesungenen und gespielten jiddischen Liedern aller Gefühlslagen unter dem Programmtitel „Wers hot Fligl?” (Wer Flügel hat?) erfreuen. Die Klezmer-Musik, ursprünglich zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen gedacht, ist an religiösen Traditionen orientiert. Lieder wie „Shalom Aleichem”, „Tschibirim” oder „Qadosch” führten das Publikum in die Welt der jiddischen Musik. Die jüdische Kultur, die sich in den Fest- und Freudenliedern, in Ohrwürmern wie „Hava Nagila” oder „Bai mir bistu shen” aber auch in traurigen, melancholischen Balladen ausdrückt, pflegen Chor und Musiker auf eindrucksvolle Weise. Das Konzert war der Auftakt zum Programm „100 Jahre St. Josef”, das über das gesamte Jahr verteilt stattfindet.

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