Höhere Lebensqualität durch Innovation

Von Daniel Gerhards 09.12.2011, 17:04

Würselen. Nach einem Rundgang durch die Firmenräume und einem eingehenden Gespräch mit den Verantwortlichen war Bundestagsmitglied Peter Hintze vollends überzeugt: «Ich glaube, dass hier eine Erfolgsgeschichte geschrieben wurde», sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.


Dabei handelt es sich um die Geschichte des Würselener Unternehmens Hemoteq. Vor zwölf Jahren starteten die Gründer Roland Horres und Dr. Michael Hartmann mit ihrem Unternehmen - damals als «Spin-Off» von der RWTH. Heute entwickeln und produzieren sie Beschichtungen von medizintechnischen Produkten, etwa künstlichen Hüftgelenken oder Stents.

Dabei werden die Implantate so mit Medikamentenbeschichtungen versehen, dass sich Probleme beim einwachsen reduzieren, erklärt Hoffmann. So könne etwa bei einem Stent, der ins Herz eingesetzt wird, durch die Beschichtung die Narbenbildung reduziert werden.

«Das ist absolute Hochtechnologie», sagte Hintze. Besonders beeindruckte den Politiker, dass das ökonomische Denken des Unternehmens «vom Gedanken einer menschenfreundlichen Wirtschaft gestützt» werde. Denn die Produkte von Hemoteq könnten die Krankheitsverläufe von Patienten erleichtern. Wenn es um die Fragen gehe, wie man ein Hüftgelenk gestalten muss, dass es körperverträglich ist und dass man es schnell auswechseln kann, wenn es verschlissen ist, «dann erhöht das die Lebensqualität der Menschen». Zudem spare es Geld für das Gesundheitssystem, erklärte Hintze.

Und die Würselener wollen immer weitere Verbesserungen vorantreiben. Mehr als ein Drittel der 95 Beschäftigten arbeitet in der Forschung. Dem Unternehmen ist es relativ schnell gelungen, von der Forschung auch in die Produktion zu kommen.

Dahinter stecke besondere Innovationskraft und Kreativität, erklärte Hintze. Bundestagsmitglied Helmut Brandt, auf dessen Einladung Hintze nach Würselen gekommen war, betonte, dass mit der Forschung stets hohe Investitionen verbunden seien.

«Die Umsetzung der Forschung hat einen langen Vorlauf und verursacht hohe Kosten.» Dort könne öffentlich Förderung dem Unternehmen helfen, seinen kreativen Weg weiterzugehen.