Wassenberg-Birgelen - Zwei großzügige Spenden des Kapellenvereins

Zwei großzügige Spenden des Kapellenvereins

Von: kkli
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Eine Spende von 5000 Euro erhielt die Ökumenische Hospizinitiative „Regenbogen” Wassenberg, vertreten durch Pfarrer Dr. Reinmuth und Koordinatorin Susanne Hoeren; der gleiche Betrag geht Pater Dr. Gerald K Tanye, vertreten durch den Vorsitzenden Franz-Josef Beckers (r.). Foto: Irmgard Beckers

Wassenberg-Birgelen. Der Kapellenverein „Birgelener Pützchen” kann unmittelbar vor Weihnachten mit zwei namhaften Spenden aus dem Spendenaufkommen Birgelener Pützchen zwei besonders förderungswürdige soziale Anliegen unterstützen.

Jeweils 5000 Euro gingen an die ökumenische Hospizinitiative „Regenbogen” Wassenberg. Anlass dazu ist das kürzlich begangene zehnjährige Bestehen.

Die zweite Spende geht an Pater Dr. Gerald J. Tanye SVD vom Steyler Missionswerk, der im Pfarrbereich von St. Marien Wassenberg seelsorgerischen Dienst verrichtet. Diese Spende geht über das Steyler Missionswerk an das orthopädische Zentrum Nsawam/Ghana.

Spezialisierte Mitarbeiter

Pater Gerald berichtete über die vorgesehene Verwendung des Betrages aus Birgelen in dem 1961 gegründeten orthopädischen Zentrum in Nsawam. Dort finden durchschnittlich sechs- bis siebentausend Patienten im Jahr Hilfe. Zwei spezialisierte Mitarbeiter besuchen mehrfach im Jahr 50 landesweit eingerichtete ähnliche Kontaktstellen. Hier werden Menschen vor Ort betreut oder es wird dafür gesorgt, daß sie zur Intensivbehandlung nach Nsawam kommen können.

Unheilbare Krankheit

Etwa die Hälfte der 100 Körperbehinderten leiden an den Folgen einer Polio-Erkrankung. Ghana gehört zu den weltweit 20 Ländern, in denen diese unheilbare Krankheit noch nicht völlig ausgemerzt ist. Andere Kinder in den orthopädischen Zentren leiden unter angeborenen Gehbehinderungen. Manche Kinder sind bereits Bein- oder Armamputiert. Die Operation kostet etwa 150 Euro.

Einen Teil trägt das staatliche Gesundheitsministerium, einen Teil der Lohnkosten das Zentrum. Alle übrigen Kosten müssen durch Spenden aufgebracht werden. In Ghana beträgt die Arbeitslosigkeit circa 30 Prozent. Fast ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Viele Familien können die Kosten für eine Behandlung in Nsawam nicht aufbringen. Viele kleine Kinder werden hier zusammen mit ihren Müttern untergebracht.

Schulpflichtige Kinder werden von besonders ausgebildeten Lehrern mit dem Ziel unterrichtet, anschließend die reguläre Schule zu besuchen.

Arbeitstherapie gehört zum täglichen Programm, Jugendliche bekommen auch Hinweise für die Gestaltung ihrer beruflichen Zukunft.

Hier ist also unterstützende Hilfe zur Selbsthilfe ein wichtiges soziales Anliegen, das auch durch solche Spenden wie vom „Birgelener Pützchen” wirksam unterstützt werden kann. Sowohl den Vertretern des Ökumenischen Hospizdienstes mit Pfarrer Dr. Titus Reinmuth sowie Koordinatorin Susanne Hoeren als auch Pater Dr. Gerald Tanye SVD bedankten sich sehr herzlich bei den Mitgliedern des Kapellenvereins Birgelener Pützchen.
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