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Zwei Förderschulen laufen aus

Von: disch
Letzte Aktualisierung:
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Vor dem Aus: Janusz-Korczak-Schule in den Geilenkirchener Stadtteilen Hünshoven (Foto) und Beeck. Foto: gs

Kreis Heinsberg. Die endgültige Beschlussfassung im Kreistag gilt nur noch als Formsache: Mit einem einstimmigen Votum – bei drei Enthaltungen – hat sich der Schulausschuss des Kreises dafür ausgesprochen, die Janusz-Korczak-Schule in den Geilenkirchener Stadtteilen Hünshoven und Beeck, Förderschule mit dem Schwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“, sowie die Gebrüder-Grimm-Schule in Heinsberg, Förderschule mit dem Schwerpunkt „Sprache“, aufzulösen.

Sie sollen mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 auslaufen. Es soll dann keine Neuaufnahmen mehr geben. Im Rahmen der Überlegungen zur Umsetzung der Inklusion und zur Weiterentwicklung der Förderschullandschaft im Kreis hatte sich die Schließung dieser beiden Schulen bereits seit Längerem abgezeichnet. Fortbestehen soll die dritte Förderschule des Kreises, die Rurtal-Schule in Heinsberg-Ober­bruch, die den Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ hat.

Das Konzept, auf das sich der Kreis nach Darstellung der Verwaltung gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, der unteren Schulaufsicht, den Schulleitungen aller Förderschulen im Kreis sowie Vertretern der einzelnen Schulformen im Lenkungskreis des regionalen Bildungsnetzwerkes verständigt hat, umfasst weitere Bausteine: Errichtung einer Förderschule im Nordkreis (in Hückelhoven) mit den Schwerpunkten „Lernen“, „Sprache“, „Emotionale und soziale Entwicklung“ und Errichtung ­einer Schwerpunktschule (in Erkelenz) sowie Errichtung einer Förderschule an zwei Standorten im Südkreis (in Gangelt und Heinsberg-Oberbruch) mit den Schwerpunkten „Lernen“, „Sprache“, „Emotionale und soziale Entwicklung“.

Laut Verwaltung besteht nach Umsetzung des Konzepts auch zukünftig eine Wahl zwischen einer allgemeinen Schule und einer Förderschule. Alle bisher im Kreis vorhandenen Förderschwerpunkte würden weiterhin – „teilweise ortsnäher“ – angeboten. Der Prozess der auslaufenden Schließung der Gebrüder-Grimm-Schule und der Janusz-Korczak-Schule (der sich über die kommenden fünf Jahre erstrecken könnte) soll ebenso wie der Prozess der Neustrukturierung des Aufgabenprofils der Förderschulen von einer extern geleiteten Steuergruppe begleitet werden.

Im Schulausschuss des Kreises, der unter Vorsitz von Andrea Reh (SPD) im Erkelenzer Berufskolleg tagte, meldete sich Hubertine ­Fabry, Konrektorin der Gebrüder-Grimm-Schule, zu Wort. Sie erinnerte daran, dass die Schule in den vergangenen 34 Jahren vielen Kindern geholfen habe, ihre Sprachprobleme zu überwinden, oder sie habe ihnen einen Schonraum bieten können. Sie befürchte, dass es für einige Kinder schwierig werden könnte in dem neuen System. So äußerte sie den Wunsch an den Ausschuss, diese Kinder nicht aus dem Blick zu verlieren.

Was wird aus Bauernhof-Projekt?

Auf die Nachfrage aus dem Ausschuss, was aus dem Bauernhofprojekt der Janusz-Korczak-Schule in Gangelt-Birgden werde, verwies die Verwaltung darauf, dass es sich um ein Projekt der Jugendhilfe handele. Willi Paffen, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, erklärte im Schulausschuss, dass es nach dem Wegfall von Bundesmitteln nur mit Hilfe einer Spende der Kreissparkasse gelungen sei, eine Übergangsfinanzierung bis zum 31. Januar 2015 zu bewerkstelligen. Paffen: „Wir bemühen uns um eine Anschlussfinanzierung.“ Sie sollte nach seiner Ansicht aber nicht auf Spenden aufgebaut, sondern mit Mitteln von Land oder Bund gestützt werden.

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