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Zwei Bewerber für die Leiterstelle am Gymnasium Hückelhoven

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven. Seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres wird das Städtische Gymnasium Hückelhoven kommissarisch von Radegunde Sanders-Edel geführt.

Die Stelle des Leiters des Gymnasiums ist seit dem Wechsel von Walter Woltery, der dieses Amt bis zu seinem Wechsel als Dezernent der Schulaufsicht bei der Bezirksregierung in Köln zum 1. Oktober 2010 ausfüllte, vakant. Radegunde Sanders-Edel hatte sich bei der Bezirksregierung in Köln um den Posten der Leiterin des Gymnasiums Hückelhoven beworben. Und ihre Bewerbung ist dort sehr begrüßt worden. So weit, so gut.

Aber es hatten sich zwei weitere Interessenten für die Leiterstelle in Hückelhoven bei der Bezirksregierung in Köln gemeldet. Beide männlichen Bewerber wurde von der Schulaufsicht eine Absage erteilt. Der eine zog seine Bewerbung daraufhin zurück, der andere mit der Ablehnung aus Köln vor das Verwaltungsgericht in Aachen. Sein Argument: Er weise gegenüber der weiblichen Bewerberin die besserer Qualifikation auf. Das Verwaltungsgericht in Aachen gab dem Mann Recht.

Das aber sah die Bezirksregierung in Köln anders: Sie legte beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster Beschwerde gegen das Aachener Urteil ein. Das OVG hat jetzt den Beschluss gesprochen: Die Beschwerde der Bezirksregierung in Köln gegen den Aachener Beschluss wird abgewiesen. „Der Beschluss ist unanfechtbar” heißt es am Ende der Begründung.

Die drei OVG-Richter attestieren dem Antragsteller, also dem männlichen Bewerber, dass er in der aktuellen Beurteilung „die Bestnote erzielt hat, während die Beigeladene (Sanders-Edel) lediglich die zweitbeste Note erhalten” habe. Damit, so die Richter am OVG, seien auch „die Ausführungen des Verwaltungsgerichtes zum Hilfskriterium der Frauenförderung ohne Belang”. Einem solchen „Hilfskriterium” (Frauenquote) nämlich dürfe „nur und erst dann Bedeutung beigemessen werden, wenn ein... genügender Vergleich anhand leistungsbezogener Kriterien erfolgt ist und sich aufgrund dieses Vergleichs kein Vorsprung eines Bewerbers ergibt”. Das aber sei nicht der Fall: „Bereits die erstgenannte Voraussetzung ist hier nicht gegeben”.

Die Schulkonferenz

Die Entscheidung, ob künftig Radegunde Sanders-Edel, die seit 2001 als stellvertretende und seit 2010 als kommissarische Leiterin am Hückelhovener Gymnasium wohlbekannt ist, neue Leiterin wird, oder ob dies der in Waldfeucht wohnende und an der Gesamtschule in Langerwehe als Abteilungsleiter Oberstufe tätige Arnold Krekelberg sein wird, entscheidet die Schulkonferenz. „Ja, die Schulkonferenz tritt am 15. Dezember zusammen und wählt die neue Schulleitung”, sagt Helmut Holländer. Dies, sagt der für die Hückelhovener Schulen zuständige Dezernent, sei ihm am Mittwoch von der Bezirksregierung bestätigt worden. Die Entscheidung treffen sechs Schülervertreter, sechs Vertreter aus dem Kollegium, sechs Elternschaftsvertreter und ein Vertreter der Stadt Hückelhoven. „Das bin ich”, sagt Holländer. Der findet es im Übrigen „auf alle Fälle gut für die Schule, aber auch für die beiden Bewerber, dass endlich eine Entscheidung fällt”. Er sei, sagt Holländer, „sehr gespannt”.
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