Erkelenz - Zum zweiten Mal sinkt die Müllgebühr

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Zum zweiten Mal sinkt die Müllgebühr

Von: kl
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Zum zweiten Mal in Folge sinkt in Erkelenz die Gebühr für die Müllabfuhr. Sie liegt damit noch unter der Gebühr, die 2008 fällig war.

Bei fast 20 Prozent liegt die Reduzierung beim Restmüll. Der nomale Haushalt zahlt für die 40-Liter-Tonne im nächsten Jahr 66,50 statt 84.50 Euro in diesem Jahr. Bei der 60-Liter-Tonne sind statt 114,50 demnächst 92 Euro fällig und bei der 80-Liter-Tonne 117,50 statt 145 Euro.

Grund für diese Senkung ist der geringere Aufwand, den die Stadtverwaltung bei der Entsorgung haben wird, wie Kämmerer Norbert Schmitz bei der Sitzung des Umwelt- und Sozialausschusses erläuterte. Dazu trägt zum einem der neuen Entsorgungsvertrag mit der Firma Drekopf bei, der die Stadt um rund 300.000 Euro günstiger stellt, zum anderen sinkt der Aufwand für die thermische Verbrennung des Rest- und Sperrmülls um 220.000 Euro. Außerdem werden aus einer Rücklage 325.000 Euro aufgelöst.

Bei der Biotonne gibt es sogar mehr als eine Halbierung der Entsorgungsgebühr von 96,50 auf 39,50 Euro. Die enorme Reduzierung lasse sich, so Schmitz, darauf zurückführen, dass nach der Neuausschreibung für 2012 die Abfuhrkosten auf eine erhebliche hörer Anzahl an Gefäßen ausgelegt werden konnte, als dies 2006 bei der letzten Ausschreibung der Fall war.

Scherbenhaufen verhindern

Für viel Müll der besonderen Art haben in den letzten Jahren zunehmend diejenigen „Karnevalsfreunde” gesorgt, die den Antweiberdonnerstag nutzen, um in großer Schar auf dem Johannismarkt Karneval nach ihrem Verständnis zu feiern. Der Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen machte die Dramatik deutlich: „Wir hatten in diesem Jahr doppelt so viele Alkoholvergiftungen wie im Vorjahr.” Die in Massen geleerten Flaschen enden in aller Regel als Scherben auf dem Boden.

Um dem Scherbenhaufen in zweierlei Hinsicht Herr zu werden, plant die Stadt Erkelenz eine drastische Maßnahme. In Form einer allgemeinen Vergügung soll es am Altweiberdonnerstag 2012 von 8 bis 23 Uhr auf dem Johannismarkt ein absolutes Glasverbot geben. Wer mit einer Schnapsflasche oder einem Bierkrug erwischt wird, wird des Feldes verwiesen.

„Das ist ein Versuch”, gab Gotzen zu. Ob dadurch die vornehmlich jungen Leute davon abgehalten werden, sich in großen Gruppen zu versammeln und zu trinken, bleibe abzuwarten. Ausschussmitglieder befürchteten ein Abwandern der Massen in Richtung Markt oder Franziskanerplatz, vornehmlich die Grünen sträubten sich gegen die Verfügung, weil sie gegen einem möglichen Einsatz von privaten Sicherheitskräften an der Seite von Stadtbediensteten und Polizisten sind. Eine Kontrolle sollte entweder mti eigenen Kräften erfolgen, keinesfalls durch Privatpersonen.

Dennoch beschloss der Ausschuss mit großer Mehrheit die auf einem Antrag die Bürgerpartei basierende Verwaltungsvorlage. Somit sind Glasbehälter am Altweiberdonnerstag, 16. Februar, auf dem Johannismarkt verboten.
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