Zum siebten Mal hilft Norbert Schmitz Menschen in Burundi

Von: fs
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Gemeinsam mit Florian und  Len
Gemeinsam mit Florian und Lena schlägt Norbert Schmitz eine Trommel, die er von einer Reise nach Afrika mitgebracht hatte. Foto: F.Stass

Wegberg-Wildenrath. Kaum Zeit zum Verschnaufen hatte Norbert Schmitz in den vergangenen drei Wochen. Seit dem Beginn der Sommerferien hatte der 41-Jährige, der ansonsten einen Singlehaushalt führt, Besuch von seinen Kinder Jana (9), Florian (8) und Lena (7 Jahre alt).

Nicht nur, weil die Kinder ihren Vater während dieser Zeit mächtig in Beschlag nahmen, sondern auch, weil der Wildenrather eine ganze Menge an Reisevorbereitungen zu treffen hatte, war die Zeit ein wenig stressig.

Gemeinsam mit Pfarrer Klaus Buyel und einem befreundeten Ehepaar bricht Norbert Schmitz am Sonntagmorgen von Brüssel ins zentralafrikanische Burundi auf. Es ist bereits das siebte Mal, dass Schmitz eine Reise dorthin unternimmt. Betroffen sind die drei Kinder allerdings nicht, dass ihr Vater mal wieder ins ferne Afrika reist, wissen sie doch, dass er wieder einmal den Menschen in diesen armen afrikanischen Land helfen wird.

Bereits vor Jahren hatte Klaus Buyel, damals als Pfarrer in Wildenrath und Arsbeck tätig, das handwerkliche Geschick von Norbert Schmitz erkannt. „Leute wie dich kann ich in Burundi gut gebrauchen”, hatte der Geistliche gemeint und sich frühzeitig um die Dienste des gelernten Elektronikers bemüht.

Norbert Schmitz, bei der Berufsfeuerwehr in Düsseldorf tätig, hatte seine Bereitschaft signalisiert, nachdem er von seinem obersten Dienstherrn grünes Licht für die erste Reise, der weitere folgend sollten, erhalten hatte.

Schwerpunkt der Reisen ist das Überführen von Fahrzeugen von Daressalam in Tansania nach Bujumbura, der Hauptstadt Burundis. Alljährlich kauft Pastor Buyel von Spendengeldern gebrauchte Fahrzeuge und lässt diese in einer Werkstatt auf einen technisch guten Stand bringen.

Danach werden diese Fahrzeuge von Rotterdam auf dem Seewege nach Daressalam transportiert. Von dort aus müssen die Fahrzeuge nach Burundi gebracht werden, wozu eine gewisse Anzahl von Fahrern, darunter Schmitz, erforderlich sind. Nach der Ankunft in Burundi benötigen die Reisenden zwei Tage zur Akklimatisierung, bevor sie zur Weiterreise nach Tansania aufbrechen.

„Gut anderthalb Wochen benötigen wir für die Überführung der beiden Fahrzeuge”, meint Norbert Schmitz. Er hat erneut eine Anzahl von Laptops und den entsprechenden Druckern im Reisegepäck.

Diese Geräte, die in Schwarzafrika dringend erforderlich sind, werden letztendlich burundischen Pfarren zur Verfügung gestellt. Die Kommunikation wird durch das Internet deutlich verkürzt und vereinfacht .

„Sobald die Überführung der Fahrzeuge erfolgt ist, werde ich mit Klaus Buyel verschiedene von ihm betreute Projekte besuchen. Hier gilt es immer wieder irgendwelche Reparaturen durchzuführen.”

Auf dem Weg durch das sehr unterschiedliche Land trifft man viele Menschen. Zeit, sie etwas näher kennen zu lernen, bleibt jedoch nur an den Rast- und Übernachtungsstationen Zu vielfältig sind die Arbeiten, die innerhalb von zehn Tage zu erledigen sind. Doch damit kann sich Schmitz abfinden. Die Arbeit und die Hilfe ist wichtiger.

„Auf den vorherigen Reisen hatte ich schon Gelegenheit zum Sightseeing. Ich hoffe, während dieser Reise die Zeit zu haben, um alle erforderlichen Reparaturen und Arbeiten durchführen zu können”.

Selbstverständlich freut er sich auch, das Projekt von Abbé George Rukundu besuchen zu können. „Möglicherweise gibt es auch dort noch einige Dinge für mich zu tun.”

Es freut ihn, dass sein Arbeitgeber großes Verständnis für ihn und seine humanitäre Tätigkeit hatte, und letztendlich noch eine Woche Sonderurlaub für diesen Trip ins ferne Afrika gewährte.

Der 41-Jährige ist sich sicher, dass diese Reise die vorerst letzte Reise für ihn nach Burundi sein wird. Aber seine Kinder wünschen sich sehr, ihn später einmal dorthin begleiten zu können.
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