Erkelenz - Zahlreiche Schäden durch taubeneigroße Hagelkörner

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Zahlreiche Schäden durch taubeneigroße Hagelkörner

Von: kl
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Erkelenz. Die Stadt Erkelenz war kreisweit die am stärksten betroffene Kommune bei dem Unwetter, das am Dienstagabend über die Region hereinbrach. 57 Einsätze zwischen 20.10 und 0.45 Uhr hat Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens notiert.

Die komplette Feuerwehr war mit 151 Kräften und 24 Fahrzeugen im Einsatz. Am heftigsten heimgesucht von Gewitter und Hagel war die Kernstadt. Dort gab es zahlreiche Schäden durch die taubeneigroßen Hagelkörner. Aber unter anderem auch aus Schwanenberg, Keyenberg und Lövenich wurden Schäden gemeldet.

Umgestürzte Bäume im Bereich Burgparkplatz, Ziegelweiher und Westpromenade sowie vollgelaufene Keller machten die Mehrzahl der Einsätze aus. Zwei Pkw liefen voll, die in der Unterführung am Mühlenfeld von den Wassermassen überrascht wurden. An der Glück-auf-Straße stürzte ein Baum auf die Oberleitung der Bahn. Die Bahnlinie ist, nicht nur wegen dieses Unfalls, zwischen Geilenkirchen und Rheydt noch voraussichtlich bis Freitagmittag außer Betrieb.

„Wie auf einem Schlachtfeld”, so Linkens, habe es nach dem Unwetter entlang der Straße zwischen Golkrath und Hückelhoven ausgesehen. Dort waren etliche Bäume umgestürzt, sie waren glücklicherweise aber alle im Feld und nicht auf der Fahrbahn gelandet.

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte die Wehr im Neubaugebiet Oerather Mühlenfeld: An der Weezer Straße stand das Dachfenster eines Hauses sperrangelweit offen, die Bewohner waren unauffindbar. Nachbarn alarmierten die Wehr, die mit der Drehleiter anrückte, das Fenster schloss und somit einen noch größeren Wasserschaden verhinderte.

Versöhnliches Fazit von Linkens am Mittwochmorgen: „Es hat keinerlei Personenschaden gegeben.”

Aber er sieht wegen der Großwetterlage eine erhöhte Alarmbereitschaft der Wehr in den nächsten Tagen. Für Linkens ist der Gewitterabend keine Ausnahme mehr, sondern eine Wiederholung: „Der 21. Juli 2009 wird mir ebenso in Erinnerung bleiben wie der 29. Mai 2008, als wir im Rathaus abgesoffen sind.”

Beeinträchtigt war durch das Gewitter auch die Stromversorgung in Teilbereichen der Kernstadt. Nach einem Blitzeinschlag in einer Überlandleitung von RWE fiel um 20.09 Uhr der Strom aus. Um 20.14 Uhr war der Ausfall behoben.

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