Wassenberg-Orsbeck/Braunsrath - Wunderschöne Weisen in edler Form

Wunderschöne Weisen in edler Form

Von: Karin Klimmeck
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Wassenberg-Orsbeck/Braunsrath. Besondere Anerkennung gebührt mehreren Künstlern aus unserem Heimatgebiet für die sehr ansprechende Gestaltung eines vorweihnachtlichen Benefizkonzertes in der Klosterkirche Braunsrath und am folgenden Tag in der 1000-jährigen Pfarrkirche St. Martinus Orsbeck.

Der gesamte Erlös von 1801 Euro (1035 Euro Braunsrath und 766 Euro Orsbeck) geht an das Ruanda-Hilfswerk von Dr. med. Bierbaum für den Bau eines Heims für behinderte Kinder in Ruanda/Afrika. „Sei willkommen, Trost der Frommen” war das Geleitwort, das sowohl die Konzertbesucher mitgehen ließ. Hans Steffens, der aus Orsbeck stammende Tenor, und Arnold Schmitz (Bass/Bariton) aus Braunsrath, beide stimmbegabt und mit großen Engagement und Einfühlungsvermögen dabei, bildeten zusammen mit Birgit Cleef (Sopran), Susanna Jochims (Alt), Felizitas Meures (Querflöte), Robert Schmitz (Gitarre) und Jochen Steffens (Orgel/Klavier) das musikalische Rückgrat des Programms.

Pfarrer Thomas Wieners von St. Marien Wassenberg sprach die Meditationen. Die Wahl der Vorträge gliederte sich sehr ansprechend in „Abendgebet”, „Ave Maria gratia plena”, „Verkündigung auf dem Felde” und „Ankunft des Erlösers”. Einer einleitenden Serenade von Wolfgang A. Mozart folgte Johann S. Bachs „Wohl mir, dass ich Jesum haben”. Schuberts „Abendrot” fasste Arnold Schmitz in eine wohl klingende impressionistische Deutung, die überzeugte.

Im Duett sangen Sopran und Alt den „Abendsegen” aus Engelbert Humperdincks berühmter Oper, die um die Weihnachtszeit so gern gehört wird. Den zweiten Teil eröffnete ein „Ave Maria” von Caccini. Mit den „Drei Rosen, die auf einem Zweig blühen”, einer wunderschönen Volksweise aus Schlesien, zeigte Hans Steffens, begleitet vom Gitarristen, dass er immer noch nicht nur schön singt, sondern mit ganzem Herz dabei ist. Die rein instrumentale Antwort von Max Regers „Maria Wiegenlied” von Piano und Querflöte.

Von Heinrich Fidelis Müller stammt „Gegrüßet seist du Maria”, ein vom Sopran und dem ganzen Quartett gesungenen Marienlied. Das viel gesungene „Maria durch ein Dornwald ging” stammt aus dem Eichsfeld um 1600. Tenor und Bass fassten es in eine besonders edle Form, die sehr anzusprechen wusste. Texte und Melodien aus dem 17. Jahrhundert und von Martin Luther persönlich waren die Grundlagen des nächsten Konzertteils. Eine Sonate von Händel leitete über zur „Kyrie” aus der „Böhmischen Hirtenmesse” von Jacub Ryba, die, wie so viele Musik aus dem böhmischen Raum, aus dem Herzen des Volkes kommt. Tenor und Bass gestalteten hier einen der schönsten Teile des Konzertes. „Es ist ein Ros entsprungen” und „Menschen, die ihr wart verloren” kamen ebenfalls gut an.

Pastor Wieners fand in seinen „Meditationen” zu den einzelnen Aufführungsblöcken die rechten Worte. Der Beifall war in beiden Kirchen entsprechend. Für die großzügigen Spenden bedankte sich Lieselotte Bierbaum, besonders im Namen ihres Gatten, der zur Zeit in Ruanda weilt. Lieselotte Bierbaum sprach mit großem Herzen für dieses Hilfswerk in einem Land, das wirklich besonderer Hilfe bedarf.
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