Wohnungseinrichtung am Waldrand abgeladen

Von: agsb
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Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen (r.) schritt selbst zur Tat. Foto: agsb

Selfkant. Es war am Samstagmorgen bitterkalt, aber dennoch machten sich viele hundert Bürger aus den drei Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht auf zur großen Müllsäuberungsaktion. André Mobers, Geschäftsführer des Zweckverbandes begrüßte in Selfkant-Süsterseel jung und alt, hier hatte Ortsvorsteher Seff Lippertz die Organisation übernommen.

In anderen Ortschaften waren es ebenfalls die Ortsvorsteher, die ihren Ort mobilisierten. In der Gemeinde Waldfeucht war es Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen, der die Fäden zog - einen Ortsvorsteher haben die einzelnen Orte der Gemeinde Waldfeucht nicht.

Viele Vereine hatten selbst in ihren Reihen den Müll-Termin bekannt gegeben, das Engagement war groß. Dazu „bewaffneten” sich auch viele nicht-organisierte Bürger aus den Ortschaften mit Eimer, Müllsack, Besen oder Pickstock. André Mobers drehte seine Runde durch das Selfkantgebiet und sah in jedem Ort Tatendrang. Die drei Bürgermeister waren selbst mit im Einsatz. Wobei die Jugend mit Elan dabei war und sich wunderte, was so alles am Straßenrand, in Gebüschen oder auf Feldwegen sinnlos weggeschmissen wurde.

Die drei Bauhöfe in Selfkant-Wehr, Gangelt und Waldfeucht waren ebenfalls im Einsatz, gegen 13 Uhr wurden die einzelnen Orte angefahren und an den jeweiligen Sammelplätzen der Müll aufgesammelt und auf den Bauhöfen in große Container verfrachtet. Die Container stellte die Firma Schlun aus Stahe-Niederbusch zur Verfügung.

Nach der Aktion hatten die Ortsvorsteher sowie Bürgermeister Schrammen zum Mittagsbrunch geladen. Bereits am Vortag waren in Gangelt und Selfkant die Grundschulen aktiv und machten sich eifrig daran, den Unrat rund um ihre Schulen einzusammeln.

Bei manchen Funden herrschte Kopfschütteln bei Jung und Alt. In Waldfeucht wurden unter anderem Sessel und ein Sofa am Waldrand gefunden. Außerdem standen viele Farbeimer in der Natur. Die Jugendlichen wunderten sich über große Autoreifen, Plastik-Schwimmbecken, Rolläden, Klappstühle, viele Holzlatten, Matratzen, defekte Biotonnen und und vieles mehr - das Umweltdenken so mancher Bürger scheint nicht zu existieren.

Und so mancher Zeitungsausträger erleichterte sich die Arbeit auf illegale Weise: Viele Bündel von Wochenzeitungen wurden nicht nur im Selfkant im Gebüsch gefunden. Die Jugend schüttelte mit dem Kopf, auch die Erwachsenen waren hier und da sprachlos. Die Ortsvorsteher sowie die Bürgermeister sprachen am jeweiligen Sammelpunkt Dank an alle aus - die Müllaktion im Zweckverband war ein großer Erfolg.
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