Wird 2011 „Jahr der Baustellen”?

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Eine Baustelle im Winterschlaf: Ob der ehrgeizige Plan in Erfüllung geht, das neue Hallenbad 2012 fertig zu stellen, vermag derzeit niemand im Rathaus zu sagen. Noch versinkt die Baugrube im Schnee. Foto: Koenigs

Erkelenz. Der ehemalige Stadtdirektor Barthel Jansen hatte sinngemäß gemeint, eine Stadt ohne Baukräne sei eine tote Stadt. Wo Kräne steht, entwickelt sich etwas Neues, wird gestaltet.

Insofern könnte die schon lebendige Stadt Erkelenz im nächsten Jahr eine quicklebendige werden, wenn sich an vielen Stellen Baukräne in den Himmel sagen. Doch noch ist es nicht endgültig, müssen die meisten Baupläne noch endgültig abgesegnet werden, bevor 2011 das „Jahr der Baustellen” wird.

Bislang ist eine Baustelle im Betrieb, beziehungsweise wegen des Winterwetters vorübergehend außer Betrieb: Den Neubau des Hallenbads zwischen Krefelder Straße und Westpromenade versank zunächst im Regen und versinkt momentan im Schnee. Ob der ehrgeizige Plan der Stadt Erkelenz aufgeht, das Bad, das größtenteils aus Mitteln des Konjunkturpaketes II finanziert wird, Ende 2011 in Betrieb zu nehmen, ist angesichts der Wetterlage wohl zweifelhaft. Aber man sträubt sich im Rathaus, Prognosen abzugeben.

Zwei herausragende Projekte in der Innenstadt sind in trockenen Tüchern. Doch dort beginnt erst der große Abriss, ehe der Neubau kommen kann. Die Kreissparkasse Heinsberg am Dr.-Eberle-Platz und die Volksbank Erkelenz am Konrad-Adenauer-Platz werden ein vollkommen neues Gesicht bekommen.

Wenn der ehrgeizige Plan des Investors Ten Brinke umgesetzt werden sollte, wird auch die Aachener Straße in Antlitz verändern. Das Unternehmen plant den Abriss des ehemaligen REWE-Auslieferungslagers und will auf dem dortigen Gelände ein Gewerbepark mit einem dominierenden Baumarkt errichten. Das Gelände hat der Investor inzwischen von dem Lebensmittelkonzern erworben. Die Verträge mit den wichtigsten Mietern sollen im Januar abgeschlossen werden. Dann würde es auch nicht mehr lange dauern bis die Abrissbirne zum Einsatz kommt.

Und dann gibt es noch die Dauerbrenner unter den Baumaßnahmen: Amtsgericht, Finanzamt und Bahnhof.

„Wir halten an unserer Zielplanung fest”, so lautet die Auskunft aus dem Justizministerium. Demnach soll es ein neues Amtsgericht auf der Wiese vor dem bisherigen an der Kölner Straße geben, aber es sind weder Zeit- noch Finanzplan geklärt. Es seien Gespräche mit dem federführenden Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes erforderlich, ehe entschieden werden kann, ob die bei einem Wettbewerb ausgewählten Baupläne tatsächlich realisiert werden können, hieß es in Düsseldorf.

Ähnliches gilt für ein Gebäude, das der Erweiterung des Finanzamtes an der Südpromenade dienen soll. Auch hier war man im Sommer schon sehr weit, ehe die Finanzbremse gezogen wurde. Nunmehr deutet sich doch ein Neubau an. Aber auch darüber sind noch Gespräche mit dem BLB zu führen.

In einer intensiven Diskussionsphase befindet sich auch das Thema Bahnhof. Nach den letzten Signalen der Deutschen Bahn will sie den Bahnhof und das angrenzende Gelände als Gesamtpaket verkaufen. Es gibt auch einen möglichen Investor, der gemeinsam mit der Stadt Erkelenz mit der Bahn in Verhandlungen treten möchte. Aber noch waltet Vorsicht im Rathaus. Schon zu oft hat die Bahn Verkaufsabsichten angedeutet oder geäußert, um dann doch wieder zu einer Kehrtwende anzusetzen oder das Thema auf eine sehr lange Bank zu schieben, wodurch das Interesse bei möglichen Käufern wieder erlosch.

Das Gesamtvolumen der tatsächlich geplanten und der möglichen Neubauten dürfte bei rund 50 Millionen Euro. Ten Brinke möchte 15 bis 20 Millionen Euro investieren, Vergleichsweise bescheiden ist die Investition der Stadt mit rund sieben Millionen für das Bad. Kreissparkasse, Volksbank und Amtsgericht, Finanzamt lassen sich auch nicht mit Geld aus der Portokasse finanzieren.
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