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„Wir-Gefühl”: Drei-Dörfer-Gemeinschaft gestaltet Alte Schule

Von: defi
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Der CDU-Stadtverband Heinsberg
Der CDU-Stadtverband Heinsberg besichtigte in der „Alten Schule” Hülhoven den Probenraum des Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler und informierte sich über die Arbeiten. Foto: defi

Heinsberg-Hülhoven. Das Vereinsheim „Alte Schule Hülhoven” ist das Zentrum der Drei-Dörfer-Gemeinschaft Eschweiler-Hülhoven-Grebben. Als zu Beginn der 1860er Jahre der erste Schulbau errichtet werden sollte, stritten sich die Bürger von Eschweiler, Hülhoven und Grebben über Jahre und konnten sich nicht über den Standort der Schule einigen; bis der Oberpräsident der Rheinprovinz Koblenz anordnete die Schule im geografischen Mittelpunkt der drei sich streitenden Dörfer zu bauen.

Das war damals ein Ort mitten im Feld an der Straße zwischen Heinsberg und Hülhoven. Der Streit der drei Dörfer ist inzwischen beigelegt, heute ziehen alle an einem Strang, auch wenn es um die Neugestaltung des Außengeländes rund um das Vereinsheim „Alte Schule” geht.

Der CDU-Stadtverband mit Bürgermeister Wolfgang Dieder und dem Stadtverbandsvorsitzenden Herbert Eßer an der Spitze machte sich vor Ort ein Bild davon, wie die Vereine die „Alte Schule” nutzen und wie die Neugestaltung des Umfelds einmal aussehen soll. 23.000 Euro hat der Rat der Stadt Heinsberg für die Umgestaltung des Außengeländes bewilligt. Das ist ein Anfang und getreu dem Motto „Wenn man anfängt, geht es auch irgendwie weiter” wird mit der bewährten „Muskelhypothek”, wie Bürgermeister Dieder den Einsatz der Bürger für ihre Bauvorhaben treffend bezeichnet, das Werk gelingen.

Stadtverbandsvorsitzender Herbert Eßer, selber ein Kind der Drei-Dörfer-Gemeinschaft: „Das Wir-Gefühl ist schon gewachsen.” Eßer klingt begeistert, wenn er davon erzählt, wie gemeinsam die erst vier Jahre alten Dachziegel der ehemaligen „Evangelischen Schule” an der Karl-Arnold-Straße gerettet und zur Eindeckung des Daches der „Alten Schule” Hülhoven genutzt wurden.

Unter dem trockenen Dach ist schon einiges passiert, bei der Führung durch das Gebäude erläuterte Ortsringvorsitzender Michael Lowis den CDU-Stadtverbandsmitgliedern die derzeitige Nutzung. Gleich unterm Dach hat die St.-Lambertus-Schützenbruderschaft ihren Schießstand und fühlt sich dort wohl. In der ersten Etage residieren die AWO, der Billard-Club und Schiedsmann Hans-Jochen Heller. Heller: „Vor allem in der Grillzeit habe ich hier viel mit Streitereien unter Nachbarn zu tun.”

Das Erdgeschoss nutzt die Pfarre St. Andreas Eschweiler. Und im Keller gerät derjenige ins Staunen, der zum ersten mal die Treppen hinab steigt. In der ehemaligen Badeanstalt unter der Schule hat das Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler seinen großen, mit einer Vielzahl von Instrumenten ausgestatteten Probenraum - alles überwiegend mit eigenen Kräften ausgebaut, wie der musikalische Leiter des Korps, Michael Kelleter, mitteilt.

Eine Arbeitsgruppe hat bereits Ideen gesammelt, wie auch das Schulgelände optimal für die Vereine genutzt werden kann und wie mit einer Neugestaltung der Außenfläche ein Beitrag zur Dorfverschönerung geleistet werden kann. Rebecca Lenzen hatte den Plan, der aus diesen Ideen hervorging, gezeichnet. Michael Lowis erläuterte ihn dem CDU-Stadtverband.

Derzeit wird der Schulhof hauptsächlich als Parkplatz genutzt. Auch das neue Konzept sieht diese Nutzung weiterhin vor, allerdings neu organisiert. Neben Parkraum sollen auch Flächen zum Verweilen entstehen mit ansprechender Bepflanzung. Um eventuell eine Kirmes an der „Alten Schule” ausrichten zu können, soll eine ausreichend große Freifläche für ein Festzelt berücksichtigt werden. Ein Grillplatz ist ins Auge gefasst, Bänke und ein Sonnensegel sollen eine gemütliche Atmosphäre schaffen.

Auch das Erscheinungsbild von der Straße her soll zum Beispiel durch die Instandsetzung der Mauer verbessert werden. So wird im „geografischen Zentrum”, der Oberpräsident der Rheinprovinz dachte voraus, ein schmuckes Zentrum für alle Vereine der Drei-Dörfer-Gemeinschaft entstehen, ein sichtbares Zeichen des „Wir-Gefühls”.
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