Wetterstation offiziell übergeben: Kachelmann zu Gast

Von: dn
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TV-Meteorologe Jörg Kachelmann (r) erklärte Manfred Fischer, was er bei der Pflege der neuen Meteomedia-Wetterstation in Immerath (neu) beachten muss, derweil Bürgermeister Jansen (l) interessiert zuschaut. Jetzt ist Erkelenz mit der Wettervorhersage wieder im Netz. Foto: Dahmen

Erkelenz-Immerath (neu). „Jetzt ist Erkelenz wieder drin im Netz”, sagte Bürgermeister Peter Jansen mit berechtigtem Stolz bei der offiziellen Übergabe der Meteomedia-Wetterstation am Regenauffangbecken in Immerath (neu).

Doch vor der Übergabe half der Bürgermeister dem bekannten TV-Meteorologe Jörg Kachelmann aus der Patsche und „verpasste” dem Wettermann einen perfekten Krawattenknoten.

„Beim Krawattenbinden muss ich passen, gab Jörg Kachelmann offen zu. Dafür informierte er die Anwesenden aus Rat und Verwaltung, sowie RWE- Power und Niederrheinische Versorgung-Verkehr (NVV) auf humorvolle Art über aktuelles Wetterbeobachten und klärte sie auch über den weit verbreiteten Unsinn von Wetterscheiden auf und dass der Mond das Wettergeschehen überhaupt nicht beeinflussen könne.

Die neue Wetterstation bezeichnete Kachelmann als „Prinzesschen-Station”, weil sie eine der wenigen Station ist, die auch die Sichtweite misst. Diese Beobachtungsdaten werden nach einem weltweit einheitlichen Standart hinsichtlich Messmodalitäten und Bobachtungszeitpunkt durch Wetterstationen gewonnen.

Die lokale Erfassung bestimmter Parameter wie Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Wind, Regenmenge etc. ist eine wesentliche Grundlage meteorologischer Arbeit. Die internationale Vergleichbarkeit ist zudem durch eine einheitliche Codierung - den so genannten SYNOP-Code - sichergestellt. „Wer lokal vorhersagen will, muss auch lokal messen”, erklärte Kachelmann.

In Erkelenz unterstützen RWE-Power, NVV, Meteomedia und die Stadt Erkelenz den Bau der Anlage. Meteomedia ruft die Messwerte der automatischen Station via Satellit (GPRS) ab und verarbeitet sie zusammen mit zahlreichen weiteren Daten von führenden Wetterdiensten in einer der größten Datenbank Europas.

Seit Herbst arbeitet die Anlage bereits. Die Kalibrierung sei ganz toll gelaufen, betonte Kachelmann.

Erkelenz hatte bereits eine Wetterstation an Haus Hohenbusch, doch diese Messungen konnten nicht verwertet werden, weil nach den gesendeten Daten Erkelenz der wärmste Ort in Deutschland war. Damit die neue Anlage auch störungsfrei sendet, hat Manfred Fischer vom städtischen Bauhof die Verantwortung übernommen. Auf die Besonderheiten der Messgeräte wies Jörg Kachelmann an Ort und Stelle besonders hin.
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