WestVocals werden aus der Taufe gehoben

Von: disch
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Sie wollen gemeinsam die West­Vocals aufbauen: Michael Gornig (r.) und Prof. Dr. Hubert Minkenberg. Foto: Stefan Klassen

Kreis Heinsberg. Aus ihrer Einschätzung heraus, dass es in der hiesigen Gegend nur wenige gemischte Chöre gibt, die schwerpunktmäßig neues aus den Bereichen Pop und Jazz singen, haben Michael Gornig, Vorsitzender des Sängerkreises Heinsberg und Mitglied des Landesvorstandes vom Chor-Verband NRW, und der Chorleiter und Hochschullehrer Prof. Dr. Hubert Minkenberg in einer privaten Initiative die Idee entwickelt, einen neuen Projektchor aus der Taufe zu heben.

Nach längeren Überlegungen ist es nun so weit, der Name steht fest, und der erste Auftritt ist schon ins Auge gefasst: Die WestVocals sollen ­voraussichtlich im Januar in Hückelhovener Stadtgebiet ihre Proben aufnehmen und bereits am 10. März bei der zentralen Ehrung des Sängerkreises, die diesmal im Bürgerhaus in Hückelhoven-Baal stattfindet, ihren ersten öffentlichen Auftritt haben. „Ich halte das für machbar“, sagte Minkenberg zuversichtlich.

„Die Leute wollen singen“, zeigten sich Gornig und Minkenberg davon überzeugt, dass für einen gemischten Chor mit moderner Literatur ein Bedarf gegeben ist. Wobei sie betonten, dass sie den neuen Chor nicht als Konkurrenz zu bestehenden Chören verstanden wissen wollen, sondern vielmehr als ein Zusatzangebot. Dieses solle nicht zu Abwerbungen führen.

Alternative Probenformen

Angesprochen werden sollen Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus, die Interesse an zeitgemäßer Chormusik aus Pop und Jazz haben und über Erfahrung im Chorsingen verfügen. Sie sollten Lust auf Neues haben und auch für alternative Probenformen offen sein. So erklärte Minkenberg, der mehr als zehn Jahre lang den Chor 77 in Hückelhoven-Doveren geleitet hat, dass er auf Rhythmus- und Körperarbeit samt Warm-up großen Wert lege. Auch das Internet solle mit Übungsdateien als unterstützende Plattform für das Proben daheim genutzt werden. Ein- bis zweimal im Monat solle der Projektchor gemeinsam üben. Das erklärte Ziel von Minkenberg ist es, einen Chor aufzubauen, der einen gewissen Anspruch hat und a cappella singt, also ohne Band- oder Playback-Begleitung.

Für Gornig, der bereits bei den beiden ebenfalls auf moderne ­Literatur bauenden Frauenchören „Li(e)dschatten“ in Karken und „VocaLadies“ in Waldfeucht als Geburtshelfer und Namensgeber fungierte, ist wichtig, dass das neue Projekt – ohne Rücksicht auf Vereinsstrukturen oder Satzungsfragen – erst einmal auf den Weg gebracht wird. Und vor allem natürlich, dass gesungen wird.

Nach erster „Mund-zu-Mund-Propaganda“ gibt es schon jetzt etliche Rückmeldungen, vor allem von Frauen.

Gesucht werden aber durchaus noch weitere Sängerinnen und besonders noch weitere Sänger, die bei den WestVocals mitmachen wollen.

Auswahl von Stücken

Damit Interessierte schon einmal eine Vorstellung davon entwickeln können, in welche Richtung es musikalisch konkret gehen dürfte, hat Minkenberg eine vorläufige Auswahl von Stücken, die er gerne mit den WestVocals singen würde, aufgelistet: „She‘s always a women to me“ und „And so it goes“ (Billy Joel / King‘s Singers) sind da ebenso zu entdecken wie „Workin‘ on a groovy thing“ (Neil Sedaka), „Flugzeuge im Bauch“ (Herbert Grönemeyer / Oliver Gies), „Shower the people“ (James Taylor), „Und wenn ein Lied“ (Söhne Mannheims), „Dieser Weg“ (Xavier Naidoo) oder „Gute Nacht, Freunde“ (Reinhard Mey).

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