Wegberg - Werte auch nach 590 Jahren noch Bestand

Werte auch nach 590 Jahren noch Bestand

Von: syn
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Wegberg. Mit einer Ausstellung in der Schalterhalle der Wegberger Sparkasse am Rathausplatz hat die Schützenbruderschaft St. Antonius die letzten 60 Jahre seit ihrer Neugründung Revue passieren lassen.

Neben Orden und Schützensilber, Uniformen und einem Festkleid waren es vor allem die vielen Fotos und Zeitungsberichte aus den letzten 60 Jahren, die es den Besuchern angetan hatten. Die Bruderschaft sei „mit 590 Jahren schon ein Oldie”, wie Hausherr Peter Hanf bei der Begrüßung betonte. Trotzdem seien die Werte Glaube, Sitte, Heimat immer noch aktuell.

Beim ersten Mal dabei

Tradition heiße nicht, Asche zu bewahren, sondern die Glut zu erhalten. Unter den Gästen waren auch einige Gründungsmitglieder, die 1949 schon beim ersten Vogelschuss und 1950 bei der Wiedergründung der Bruderschaft dabei waren.

Zuvor hatte man nachkriegsbedingt einen Umweg über einen Junggesellenverein namens „Berka” gehen müssen, erinnerte sich Gründungsmitglied und Ehrenbrudermeister Leo Lürpen bei seiner Ansprache. Der damalige Pfarrer Josef Schippmann hatte die Wiederbelebung der Bruderschaft und Schützenfeste kategorisch abgelehnt, bevor nicht der letzte Wegberger aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt sei.

Eingemauert im Keller

Dies war 1950 der Fall, und bei den Schützen ging es wieder offiziell los. Die Fahne, die ebenfalls in der Sparkasse ausgestellt ist, hatte den Krieg, eingemauert im Keller des Klosters, heil überstanden und konnte wieder aus ihrem Versteck geholt werden. Lürpen erinnerte auch an die Jahre ohne Schützenkönig. Mit der diesjährigen Schützenkönigin Gertrud Barten werde eine Tradition weiblicher Monarchen fortgesetzt.

Ralf Barten, Ehemann der Schützenkönigin und Brudermeister, bezeichnete sich in seiner Ansprache als „letzten Schelmenstreich” des verstorbenen Pater Laetantius, der ihn vor drei Jahren in die Bruderschaft geholt hatte. Auch er erinnerte an die Werte und die Aufgabe des Schützentums.

Im Gegensatz zum Wegberger Brudermeister hat Bürgermeister Reinhold Pillich schon 35 Jahre in der Dalheimer Bruderschaft St. Rochus auf dem Schützenbuckel.

Inzwischen ein Stadtfest

Aus dem Schützenfest von St. Antonius sei ein Stadtfest für alle Bürger geworden. Schützenbruderschaften seien auch für junge Leute geeignet”, warb er.
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