Kreis Heinsberg - Wenig von Harmonie zu spüren bei der FDP

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Wenig von Harmonie zu spüren bei der FDP

Von: ej
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Jubilare wurden bei der FDP geehrt (v.r. n.l.): Kreisvorsitzender Felix Becker zeichnete Willi Wirtz, Franz Gerd Hartmann und Erwin Hausmann für langjährige Mitgliedschaft aus. Foto: Jennes

Kreis Heinsberg. Von Harmonie und Geschlossenheit in der FDP im Kreis Heinsberg sprach Kreisverbandsvorsitzender Felix Becker in seinem Jahresbericht beim Kreisparteitag der Freien Demokraten.

Die FDP hatte außerdem zu Kreiswahlversammlungen in den Saal des Restaurants „Zum singenden Wirt” nach Straeten eingeladen. Leider zeigte sich bei den Wahlen, dass diese Einigkeit zumindest auf Kreisebene derzeit noch mehr Wunsch denn Wirklichkeit ist.

Von Geschlossenheit mochte am Ende der Versammlungen kaum noch einer reden. So wunderte es kaum, dass FDP-Urgestein Willi Wirtz vom Ortsverband Heinsberg, der an diesem Abend für 50 Jahre Mitgliedschaft vom Kreisvorsitzenden Felix Becker ausgezeichnet wurde, mehrfach nur verständnislos den Kopf schüttelte.

Mit ihm wurde außerdem Franz Gerd Hartmann (Erkelenz) für 30 Jahre und Erwin Hausmann (Heinsberg) für 25 Jahre geehrt.

Bei der Wahl der Kandidaten für die beiden Landtagswahlkreise taten sich beachtliche Gräben auf. So ließen die 57 Wahlberechtigten René Stegemann vom Ortsverband Gangelt, der für den Landtagswahlkreis 9 Heinsberg I (Südkreis) kandierte, mit 25 Ja und 27Nein bei fünf Enthaltungen im ersten Wahlgang durchfallen. Erst im zweiten Wahlgang wurde er bei 55 gültigen Stimmen mit 27 Ja und 21 Nein und sieben Enthaltungen gewählt.

Im ersten Wahlgang schaffte es hingegen Christian Peters aus Erkelenz, der für den Landtagswahlkreis 10 Heinsberg II (Nordkreis) kandierte. Von 57 abgegebenen Stimmen votierten 31 Delegierte mit Ja und 25 mit Nein bei einer Enthaltung.

Damit war auch der Wahlausgang zur Festlegung einer Reihenfolge der Landtagskandidaten für die Listenaufstellung vorhersehbar. Peters erhielt von 52 Stimmen 32, Stegemann 14.

Nur knapp an einem Eklat schrammte die FDP bei der Wahl des Kandidaten für das Amt des Landrates vorbei, aus der am Ende Jurist Dirk Aldenhoff als Sieger hervorging. Dass mit Peter Echterhoff und Dirk Aldenhoff gleich zwei Bewerber aus dem Ortsverband Wegberg antraten, hatte zusätzlich für Spannung gesorgt.

Der erste Wahlgang mit 57 abgegebenen Stimmen brachte bei 28 Stimmen für Echterhoff, 23 Stimmen für Aldenhoff fünf Enthaltungen und einer Neinstimme keine Entscheidung.

Für ungültig erklärt wurde der zweite Wahlgang noch vor Ende der Auszählung, nachdem der Ortsverband Wegberg die Wahl angefochten hatte mit dem Hinweis, dass „fremde Stimmen” abgegeben worden seien.

Im neuen Wahlgang bei nur noch 51 abgegebenen Stimmen, von denen lediglich 49 gültig waren, drehte sich das Blatt zu Gunsten von Aldenhoff, der 24 Stimmen erhielt, während für Echterhoff 21 Delegierte ihre Stimme abgaben. Außerdem gab eine drei Neinstimmen und eine Enthaltung.

Über die Finanzen der Kreis-FDP berichtete Schatzmeister Dieter Görtz. Fehlende Mandatsbeiträge sorgten für entsprechende Einbußen.

Einig war sich die Versammlung zumindest bei der Verabschiedung der Wahlaussage des FDP-Kreisverbandes Heinsberg, die von Andreas Rademachers vorgetragen und erläutert wurde.
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