Kreis Heinsberg - Weltgästeführertag: Funke ist gleich übergesprungen

Weltgästeführertag: Funke ist gleich übergesprungen

Von: anna
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Unter Anleitung von Feuerwehrleuten aus Haaren und Roermond konnten sich die Besucher im richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher üben. Foto: Anna Petra Thomas
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Auch Gästeführerin Kuni Bürsgens, die Organisatorin der Aktion in Haaren, erlebte im Container, wie schwierig es ist, sich in einem verrauchten Raum zurechtzufinden. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. „Zuhause brennt’s! Was tun?“ hieß es am Samstag im Schulzentrum von Waldfeucht-Haren. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte Gästeführerin Kuni Bürsgens vom Verein Westblicke anlässlich des Weltgästeführertages.

„Feuer und Flamme“ habe das Motto dieses Tages in diesem Jahr gelautet, erklärte Kuni Bürsgens zur Begrüßung. Damit sei sie auf die Feuerleute zugegangen, „und da ist der Funke gleich übergesprungen“, schmunzelte sie. Nicht nur die Löscheinheit Haaren der Freiwilligen Feuerwehr Waldfeucht konnte sie für ihr Projekt gewinnen, sondern auch die Berufsfeuerwehr aus Roermond, bei der ihr Neffe tätig ist.

Für „Mann und Material“ dankte dann auch Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen beiden Feuerwehreinheiten. So werde zugleich die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren in der gesamten Region deutlich. Im touristischen Engagement des Zweckverbandes Der Selfkant nehme die Rolle der Gästeführerinnen eine immer bedeutendere Rolle ein, führte er weiter aus. Mit ihrer Hilfe entwickle sich der Tourismus in der Region weiter. Sie würden immer wieder Themen aufgreifen, die nicht nur von Besuchern, sondern auch von Einheimischen interessiert aufgenommen würden. Während dabei normalerweise in Haaren „Kirche und Klus“ eine Rolle spielen würden, freue er sich auch auf diese ­außergewöhnliche Veranstaltung, erklärte der Bürgermeister.

Vor der Praxis stand für die Besucher im Schulzentrum von Haaren zunächst die Theorie auf dem Programm. Dazu hatten die Haarener Feuerwehrleute eine eindrucksvolle Präsentation zusammengestellt, die sie im Wechsel mit Kuni Bürsgens auch selbst moderierten. Die Gäste erfuhren, dass die Hälfte aller Einsätze der Waldfeuchter Feuerwehr im vergangenen Jahr Brandeinsätze waren. Erläutert wurde ihnen das richtige Verhalten bei einem Brand. „Ruhe bewahren!“ So lautete dabei der erste und wichtigste Rat. Gemeinsam wurde reflektiert, wie ein Notruf abgesetzt wird und welche Angaben dabei wichtig sind.

Rauchmelder als Lebensretter

Ein eigenes Kapitel hatten die Feuerwehrleute dem Thema Brandrauch gewidmet. So erfuhren die erstaunten Zuhörer, dass sich bei einem Brand zum Beispiel aus einer zehn Kilogramm schweren Schaumstoffmatratze 25000 Kubikmeter Rauch entwickeln. Die meisten Brände würden sich zwar tagsüber ereignen, die meisten Toten bei Bränden gebe es aber nachts, „weil nachts auch Ihr Geruchssinn schläft“, erklärte einer der Feuerwehrmänner. Er appellierte an die Installation von Rauchmeldern, deren korrekte­ Installation in Wohnung oder Einfamilienhaus er ebenfalls erläuterte.

Und dann ging es auf den Schulhof, wo die Aktiven beider Feuerwehren einen ganzen Parcours aufgebaut hatten. Dort galt es, immer unter kompetenter Anleitung, zunächst, einen Topf mit brennendem Inhalt mit einem Deckel zu verschließen. Weiter ging es zum Löschen mit dem Feuerlöscher. Alt und Jung, Groß und Klein erhielten wertvolle Tipps zum Umgang damit. Schließlich wurde allen schnell deutlich, wie wertvoll es sein kann, eine Löschdecke im Haus, besser noch griffbereit in der Küche zu haben.

Was nämlich passieren kann bei dem Versuch, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen, machten die niederländischen Feuerwehrleute bei einer Fettexplosion deutlich. Hoch stieg die Feuersäule in den Himmel, als sie mit Hilfe einer Fernbedienung einen kleinen Becher Wasser in 1,5 Kilogramm brennendes Fett gossen. Schließlich hatten die Gäste aus Roermond noch einen Container auf dem Schulhof installiert, in dem mit Disconebel ein Wohnzimmerbrand simuliert wurde. Da galt es, eine Puppe in Kleinkindgröße zu retten, was sich als gar nicht so einfach erwies.

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