Weiterer Coup an der Hochstraße

Von: Rainer Herwartz
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Das Gebäude Nr. 87a an der Hochstraße, das bis vor kurzem noch einen kleinen Döner-Laden mit Lebensmittelgeschäft beherbergte, wird bald abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. „Heinsberg zieht an”. Dieser, einem Werbeslogan entliehene Satz trifft in diesen Tagen gleich in doppelter Weise zu. Nicht nur auf die Betreiber erfolgreicher Einzelhandelsunternehmen wirkt die Kreisstadt derzeit offenbar wie ein Magnet.

Sie wollen die Bevölkerung zudem in der Tat „anziehen”. Nach dem Coup mit dem schwedischen Bekleidungsriesen H&M, der sich neben der Firma Müller im früheren Woolworth-Gebäude einrichten wird, setzt jetzt auch das als Herrenausstatter in der Region bekannte Modehaus Stamm aus Geilenkirchen „seinen Fuß” in die Hochstraße.

„Wir glauben, dass Heinsberg im Kreis in den nächsten Jahren die beste Entwicklung machen wird”, nennt Jörg Stamm denn auch gleich den Hauptbeweggrund für die Entscheidung, neben den beiden Firmenniederlassungen in Geilenkirchen, auch in Heinsberg heimisch zu werden.

Dass Stamm sich dabei von der Sogwirkung durch H&M so einiges verspricht, verhehlt der Geilenkirchener Unternehmer nicht. Dennoch sei der Gedanke, nach Heinsberg zu kommen, bereits vor zwei Jahren entstanden. Doch damals habe es an einer geeigneten Lokalität gefehlt. „Es ist schwierig, in alten Gebäuden moderne Konzepte zu verwirklichen. Deshalb ist ein Neubau ideal.”

Und just diesen liefert ihm jetzt Heinrich Düttmann, der bekannte Schuhhändler. Das in seinem Eigentum befindliche Gebäude Nr. 87a an der Hochstraße, das bis vor kurzem noch einen kleinen Döner-Laden mit angeschlossenem Lebensmittelgeschäft beherbergte, wird hierzu eigens abgerissen.

„Das Haus ist nach dem Krieg erbaut worden. Es besaß keine heute übliche Isolierung und war dringend reparaturbedürftig”, erklärt Düttmann. „An seiner Stelle soll ein schönes, ansehnliches Geschäftshaus entstehen. Es wird dreigeschossig.”

Im Erdgeschoss werde auf knapp 400 Quadratmetern die Verkaufsfläche plus Nebenräume für den Herrenausstatter entstehen. Die beiden übrigen Etagen sind zu privaten Wohnzwecken vorgesehen und nur von der Weberstraße aus zu erreichen. „Das Haus bekommt eine moderne Glasfassade in Betonskelettbau ohne Keller”, freut sich Düttmann schon auf die fertigen Pläne des Architekten Michael Dörstelmann, der noch mit dem letzten Schliff befasst ist.

„Wir möchten Mitte Dezember oder Anfang Januar mit dem Abriss beginnen”, hofft Düttmann, dass auch das Wetter mitspielt. „Mitte Februar soll der Rohbau stehen. Wir müssen sehr zügig arbeiten, denn wir haben Herrn Stamm versprochen, dass er am 1. Februar 2012 mit seinem Ausbau beginnen kann.”

Und genau hierfür plant Stamm etwa sechs Wochen ein. „ Für uns war interessant, dass bei einem Neubau unsere Wünsche mit berücksichtig werden konnten. Wir wollen Mitte März 2012 eröffnen.”

Über die reibungslose Kooperation strahlt besonders Bürgermeister Wolfgang Dieder, dessen Wirtschaftsförderer Bert Dohmen die beiden Geschäftsleute zusammenbrachte.

„Im September gab es das erste Gespräch und jetzt machen wir schon Nägel mit Köpfen. Wir freuen uns, dass ein namhaftes Unternehmen hier ein zweites Standbein aufbaut. Damit wird die Attraktivität weiter steigen, da bin ich sicher. Wir sehen, dass sich die Innenstadt zu ihrem Vorteil wandelt. Die Ansiedlung bedeutet wieder eine Aufwertung.”
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