Weihnachtsmann macht Zwischenstopp für kritischen Dialog

Von: Anna Petra Thomas
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Das Christkind (Vanessa Teichm
Das Christkind (Vanessa Teichmann) und der Weihnachtsmann (Toni von der Stück) waren die Gäste auf der Couch bei der Generationenkirche „Sundayte”. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Unterbruch. Die Generationenkirche „Sundayte” hat schon ihren festen Platz in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Unterbruch: an jedem ersten Sonntag im Monat für die junge Generation, an jedem dritten für Erwachsene, immer um 18 Uhr.

Rund 100 Besucher zählte man bisher im Schnitt, berichtet Pastoralreferent Friedel Beiten, der das Projekt zusammen mit Gemeindereferentin Ute Reiche initiiert hat.

Gemeinsam auf der Couch

„Christkind oder Weihnachtsmann?”, lautete das Thema der dritten Auflage für die Jugend, das Ute Reiche und Judith Vriens, Lehrerin an der Realschule in Gangelt, moderierten. Dabei saßen sie auf der dicken weißen Ledercouch, eines der prägenden Elemente von „Sundayte”. Zum ersten Mal empfingen sie darauf jetzt zwei Interview-Gäste, „die in ihrer Hochsaison heute gerade einen Zwischenstopp einlegen bei uns”, begrüßte Ute Reiche das Christkind, dargestellt von Vanessa Teichmann, und den Weihnachtsmann (Toni von der Stück). Auf einer Großleinwand stellten sie ihre Steckbriefe vor und erläuterten den Kirchenbesuchern die Botschaft, die sie den Menschen bringen.

„Gott wird Mensch so wie du und ich”, lautete die des Christkinds. Er sei „Geschenkelieferant und Werbemanager”, stellte sich der Weihnachtsmann vor. „Mein Arbeitgeber sind die Wirtschaftsbosse, und da müssen an Heiligabend die Zahlen stimmen!”, betonte er.

Mehr als nur Geschenke

Dass Weihnachten aber doch mehr ist als nur Geschenke, darin waren sich die jungen Gäste von „Sundayte” sehr schnell einig. „Geschenke austeilen kann doch jeder”, so die eine Meinung. „Das Christkind verteilt den christlichen Gedanken in der Welt”, lautete eine der Ergänzungen. Und so fiel die Wahl beim „Voting” nicht schwer, bei dem eine weiße Stimmkarte für das Christkind und eine rote für den Weihnachtsmann zur Verfügung standen. Die Mehrheit für das Christkind war eindeutig.

„Advent heißt, du kommst an, in mir”, so Judith Vriens im Tagesgebet. „Hilf uns, das nicht zu vergessen in all dem Lärm, Geglitzer und Konsum.” Nach dem Evangelium und dem Gedankenaustausch dazu mit Ute Reiche waren alle Jugendlichen eingeladen, sich ein Teelicht zu nehmen, es an der Kerze in der Mitte des Raumes zu entzünden und damit eine ganz persönliche Fürbitte zu verbinden.

„Frieden halten, friedlich miteinander umzugehen, nicht zu streiten, zu mobben, zu entwerten, zufrieden sein mit dem, was mir gelungen ist, inneren Frieden finden, wo noch so viel getan werden muss, wo noch tausend Klausuren anstehen, Geschenke besorgt werden müssen, das ist nicht leicht”, führte Ute Reiche in ihren Friedensgruß ein. „Gott, sieh auf das, was uns gelungen ist, auf unseren guten Willen und schenke uns und allen Menschen deinen Frieden”, bat sie. „Gott, Christkind oder Weihnachtsmann, das ist wohl keine ernste Frage”, beschloss Judith Vriens die dritte Auflage von „Sundayte” für die Jugend. „Lass uns in der Zeit des Advents nicht das Wesentliche - dich nicht aus dem Blick verlieren”, bat sie. „Hilf uns, Menschen zu sein, durch die du in die Welt kommst.”

Nach dem Schlusslied, wie alle Lieder des Gottesdienstes live gespielt und gesunden von der Musikgruppe „alive again”, luden die beiden Moderatorinnen bei belegten Broten und Getränken zu weiteren Gesprächen im Vorraum der Kirche ein.

„Sundayte” lädt auch Heiligabend ein

Unter dem Motto „Halten! Ankommen! Angekommen? Ruhe finden, abschalten, Menschen begegnen!” lädt „Sundayte” auch an Heiligabend von 22 bis 24 Uhr in die Unterbrucher Pfarrkirche ein.

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